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Interview mit Doris Dreyer, FibuNet


Zeitbombe Finanzbuchhaltung – Vernachlässigung der gesetzlichen Anforderungen gefährlich
Interview mit Doris Dreyer, Geschäftsführererin der FibuNet GmbH zum Thema "Buchhaltung im Unternehmen"


Frau Dreyer, welche kritischen Fehler in der Finanzbuchhaltung können Unternehmen existenziell bedrohen?

Doris Dreyer:
Im Wesentlichen drei Dinge. Erstens: Fehlbuchungen, die zu teilweise erheblichen unvorhersehbaren Nachforderungen führen können. Zweitens: Falsche oder ungenaue Zahlen, die zu eklatanten Fehlentscheidungen des Managements oder Problemen mit Basel II führen können. Drittens: Die Vernachlässigung der gesetzlichen Anforderungen, etwa zum Datenzugriff und der digitalen Prüfbarkeit nach GDPdU (Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen).

Wie äußern sich die Folgen dieser Fehler?

Dreyer:
Der unvorhersehbare Liquiditätsengpass ist noch eher als harmloseres Szenario einzustufen. Schwierig wird es, wenn Unternehmen eigentlich schon insovent sind und dies noch gar nicht wissen. Ohne verlässliche und genaue Zahlenbasis sind Verhandlungen mit Banken über Kredite und Konditionen ein hoffnungsloses Glücksspiel. Wenn das Finanzamt schließlich vor der Tür steht und feststellt, dass die Buchführung nicht den geforderten Kriterien standhält, werden Rettungsaktionen meist hektisch und sehr teuer. Da ticken echte Zeitbomben.

Wie kann man sich davor schützen?

Dreyer:
Am wichtigsten ist, dass die Buchhaltung im Unternehmen nicht stiefkindlich als reiner Kostenfaktor behandelt wird. Die Chancen, die eine vorbildlich und innovativ geführte Buchhaltung bieten, sollten erkannt und genutzt werden. Mit den richtigen Werkzeugen ist das sogar ohne Mehrkosten machbar. Im Gegenteil: Eine Prozessoptimierung mit den richtigen Systemen bietet Sparpotenziale bei besserer Qualität der Ergebnisse.

Und wie können die Unternehmen das konkret realisieren?

Dreyer:
Einige erfolgreiche Firmen machen das sehr vorbildlich. Sie stellen klare Kriterien zur Bewertung von Finanzbuchhaltungssystemen auf und definieren die Anforderungen aus ihren Geschäftsprozessen. Dann verschaffen sie sich einen Überblick auf dem Markt und prüfen ihre favorisierten Lösungen auf Herz und Nieren. Unterm Strich bleiben dann meist nur zwei bis drei Systeme übrig, unter denen sich leicht das mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis herausfinden lässt.

Sie fordern ihre potenziellen Kunden also dazu auf, mit FibuNet konkurrierende Buchhaltungssysteme anzuschauen?

Dreyer:
Selbstverständlich. So lassen sich die wirklichen Vorteile für die Unternehmen herausfinden. Als Testsieger einer großen Kundenzufriedenheitsanalyse von Finanzbuchhaltungssystemen des Fachmagazins Bilanzbuchhalter & Controller müssen wir den Vergleich nicht scheuen. FibuNet bietet zertifizierte Sicherheit, spart Zeit und Kosten und eröffnet dem Controlling ganz neue sowie effiziente Möglichkeiten der Planung. (FibuNet: ra)

Lesen Sie auch den Themenschwerpunkt: Steuerrecht - GDPdU und GoBS

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Meldungen: Markt / Interviews

  • Compliance-Herausforderungen auf dem Finanzsektor - GroMiKV, MiFID, Basel I bis III, Dodd-Frank-Gesetz oder Bribery Act - nein, das sind keine Fremdsprachen! Dies sind nur einige der regulatorischen Compliance-Herausforderungen, die in den nächsten zehn Jahren auf den Finanzsektor und insbesondere auf Banken zukommen. Wolters Kluwer Financial Services, Anbieterin von Lösungen im Bereich Compliance- und Risikomanagement, beobachtet die Veränderungen in der Finanzwelt sehr aufmerksam und informiert Kunden laufend über bevorstehende regulatorische Änderungen. Mark Coronna, Chief Marketing & Product Officer bei Wolters Kluwer Financial Services, sagt, was die Zukunft für Finanzinstitute bereithält.
  • Interview mit Martin Schommer, Constantin - Durch das Unternehmensteuerreformgesetz 2008 wurde der Verlustvortrag bei Kapitalgesellschaften bei einer Änderung des mittelbaren oder unmittelbaren Anteileigentums neu geregelt. Demnach entfielen die Verlustvorträge vollständig, wenn mehr als 50 Prozent der Anteile übertragen wurden, bei einer Übertragung zwischen 25 Prozent und 50 Prozent entfiel der Verlustvortrag anteilig.
  • Interview mit Harald Hohmann, Adlon Software - Durch Software-Unterlizenzierung oder auch falsche Lizenzierung entstehen in Unternehmen Compliance- und Haftungsrisiken, die unter Umständen erhebliche Schadenersatzforderungen nach sich ziehen können. In einem Interview weist Harald Hohmann (*), Senior Consultant bei der Adlon Datenverarbeitung Software GmbH, auf die herstellerseitig sehr komplexe Welt der Softwarelizenzierungen hin. Sein Hinweis: Lizenzmanagement-Software muss heute den gesamten Lebenszyklus von Software im Unternehmen unterstützen.
  • Interview mit Dr. Roland Erben, RMA - Der überraschende Vulkanausbruch in Island mit dem darauf folgenden Flugverbot in Europa hat viele Unternehmen getroffen. Über die Lehren aus diesem Desaster für das Risikomanagement in den Unternehmen spricht in diesem Interview Dr. Roland Erben, Vorsitzender der Risk Management Association (RMA) e.V.
  • Interview mit Ullrich Ograbeck, Uni Göttingen - Diplom Oeconom Ullrich Ograbeck ist Leiter der Stabstelle Interne Revision und Anti-Korruptionsbeauftragter der Universität Göttingen mit der Universitätsmedizin Göttingen. In seiner Funktion setzt er auf transparente Kooperationen sowie auf Beratung und Prävention.
  • Interview mit Dov Seidman, CEO von LRN - Immer sind es Einzelne, die eine Welle ins Rollen bringen. Nur wenn sie von charismatischen, überzeugten und integren Persönlichkeiten angestoßen wird, kann sie auf Dauer tragen. Dov Seidman (CEO von LRN und Autor des Bestsellers "Die La-Ola-Welle") hat sich gefragt, wie sich das Erfolgsrezept der La-Ola-Welle auf die Wirtschaft übertragen lässt.
  • Interview mit Holger Schellhaas von evoltas - Holger Schellhaas ist IT-Security-Experte aus München und berät Unternehmen beim Umsetzen von IT-Governance und IT Compliance. Holger Schellhaas, Geschäftsführer von evoltas Ltd ist Referent auf dem Business Circle-Seminar: "ITIL 3.0 für Ihr Unternehmen", am 15. Juni in Wien. Michael Ghezzo führte mit ihm ein Interview zu den Neuerungen in ITIL V.3.
  • Interview mit Uwe Dolata, Wirtschaftskriminalist - Wenn der neue Siemens-Chef Peter Löscher am 1. Juli 2007 seinen Dienst antritt, wird er sich sicherlich schon darüber Gedanken gemacht haben, welche Rückstellungen er bei Siemens vornehmen lassen muss, um die aus den Korruptionsskandalen drohenden, horrenden Strafzahlungen abdecken zu können. Compliance-Magazin.de sprach mit Uwe Dolata, Wirtschaftskriminalist und Lehrbeauftragter für Anti-Korruptions-Strategien, University of Applied Sciences, Würzburg, über den "Korruptionsfall Siemens", über die Möglichkeiten, auch im Bereich der Wirtschaftskriminalität wegen organisierte Kriminalität ermitteln zu können und das Problem, dass die deutsche Politik mit der Aufdeckung von Korruption immer schon ihr Problem gehabt hat.
  • Interview mit Dr. Christian Reiser, Consultant - "Es wird schon nichts passieren", heißt es in vielen Unternehmen, wenn es um Budgets für Informationssicherheit geht. Security-Profi Dr. Christian Reiser* wurde anlässlich des "CONEX Forums Compliance & IT-Governance" am 25. April dieses Jahres von Michael Ghezzo interviewt. Reisers Tenor: Grundsätzlich ist der IT-Sicherheitsverantwortliche die falsche Person, um Informationssicherheit zu promoten. Der IT-Sicherheitsverantwortliche ist - wie der Name schon sagt - für die IT-Sicherheit zuständig. Das ist aber nur ein Teil der Informationssicherheit.
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