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Insiderhandel und Marktmanipulationen


Geldwäschegesetz: OECD-Rüge setzt deutsche Banken unter Druck
Compliance ist keine Abteilungsbezeichnung mehr, sondern charakterisiert die Haltung des gesamten Unternehmens


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(22.03.11) - Rund 50 Milliarden Euro krimineller Gelder werden jedes Jahr in Deutschland gewaschen. Das gaben die OECD-Geldwäscheexperten in einer jüngsten Schätzung bekannt. Wichtiger Grund für diese hohe Summe sind nach Meinung der Prüfer gravierende Mängel bei der Einhaltung internationaler Standards. So werden in Deutschland beispielsweise Insiderhandel oder Marktmanipulationen nicht wie in anderen Ländern als kriminelle Vortaten zur Geldwäsche bestraft. Zudem sei das Sanktionssystem für deutsche Finanzdienstleister ausbaufähig.

Die Bundesregierung will auf die Vorwürfe reagieren und arbeitet derzeit daran, die Strafvorschriften gegen Geldwäsche zu verschärfen. Welche Chancen und Risiken mit einer Gesetzesänderung verbunden sind und welche Entwicklungen beim Thema "Compliance" auf Industrie und Finanzdienstleister zukommen, diskutieren Experten von Steria MummertConsulting mit zahlreichen Fachleuten vom 7. bis 8. April auf dem Anti-Korruption & Compliance Summit 2011 in Frankfurt am Main.

Die von der Financial Action Task Force (FATF) der OECD vorgelegte Bilanz zeigt deutliche Schwächen für Deutschland. So werden von den insgesamt 49 untersuchten Kriterien zwanzig nicht erfüllt. Fünf Mal wurde sogar die rote Karte gezogen. Das Bundesfinanzministerium gelobt Besserung.

Kopfzerbrechen bereitet den Finanzexperten in Deutschland jetzt vor allem die Fragestellung, wie Straftaten an der Börse künftig als Geldwäsche verfolgt werden sollten. Der Gesetzentwurf sieht vor, auch die Annahme solcher Gelder von einem Geschäftspartner unter Strafe zu stellen, wenn Kursmanipulation und Insiderhandel gewerbs- oder bandenmäßig begangen wurden.

Kritiker wie der Kapitalmarktrechtler Christian Schröder von der Universität Halle sehen in diesem Modell erhebliche Risiken. Denn immer dann, wenn eine solche Marktmanipulation von Mitarbeitern einer Bank begangen wurde, geraten Kunden in Gefahr, entsprechend "kontaminiertes" Geld anzunehmen und damit selbst in die Haftung zu geraten. Bankkunden könnten sich nach Bekanntwerden einer solchen Straftat daher weigern, mit einem Institut überhaupt noch Geschäfte zu tätigen. In diesem Szenario lauert ein systemisches Risiko für Banken.

"Compliance ist keine Abteilungsbezeichnung mehr, sondern charakterisiert die Haltung des gesamten Unternehmens. Das Management hat in besonderer Weise eine Vorbildfunktion, die auf alle Mitarbeiter abstrahlt. Nicht nur Aufsichtsbehörden und Wirtschaftsprüfer erwarten gelebte Compliance, sondern auch Kunden und die Öffentlichkeit", sagt Martin Stolberg, Compliance-Experte beiSteria Mummert Consulting und Referent auf dem Anti-Korruption & Compliance Summit 2011.

Anti-Korruption & Compliance Summit 2011
Aktuelle Entwicklungen zum Thema Compliance, rechtliche Neuerungen und aktuelle Herausforderungen für Industrie und Finanzdienstleister werden vom 7. bis 8. April 2011 in der Villa Kennedy, Kennedyallee 7,in 60596 Frankfurt am Main diskutiert. (Steria Mummert Consulting: ra)

Steria Mummert Consulting: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Markt / Unternehmen

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E-Bilanz mittelfristig als wahrer Kostenkiller Um den kritischen Spekulationen um die langfristigen Folgen der E-Bilanz eine realistische Prognose entgegenzusetzen, hat die adept consult AG erste Praxiserfahrungen mit ersten E-Bilanz-Projekten analysiert und zusammengefasst. Auf der vor wenigen Tagen zu Ende gegangenen "ReWeCo", der Fachmesse für Rechnungswesen und Controlling, hat der Lösungsanbieter für Informationslogistik und Business Intelligence aus Frankfurt konkrete Erkenntnisse aus realen E-Bilanz-Prozessen präsentiert. Demnach können Unternehmen, welche die Automatisierungs- und Rationalisierungspotenziale der E-Bilanz nutzen, ganz erhebliche Kostensenkungen realisieren. Auf die deutsche Volkswirtschaft projektiert ergeben sich Beträge in Milliardenhöhe.

Chancen in der derzeitigen Finanzlandschaft Vor dem Hintergrund der Entwicklungen in der Eurozone und des zunehmenden regulatorischen Drucks mit neuen Anforderungen für die Marktteilnehmer gibt die SWIFT-Regionalkonferenz 2012 (4. bis 6. Juni 2012 in Wien) Antworten auf die aktuellen Fragen und Lösungen für die zahlreichen Herausforderungen der europäischen Finanzindustrie zur Diskussion. Dabei stehen Innovation und Kooperation als die entscheidenden Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Gestaltung der zukünftigen Bankenlandschaft nach den Krisen der letzten Jahre im Vordergrund.

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Info-Roadshow zur elektronischen Rechnung Der Versand elektronischer Rechnungen ist vor einigen Monaten wesentlich vereinfacht worden. Digitale Signaturen oder spezielle Verfahren für den Datenaustausch wie EDI sind nicht mehr notwendig. Stattdessen können Rechnungen nun einfach per E-Mail verschickt werden. Mit einer Experten-Roadshow zum elektronischen Rechnungsaustausch informiert der Bitkom über die neuen Möglichkeiten.

Nachhaltigkeitsengagement der SAP Die SAP AG hat ihr vierteljährliches Update zum Nachhaltigkeitsbericht 2011 veröffentlicht. So konnte SAP aufgrund ihres Nachhaltigkeitsengagements im ersten Quartal 2012 ihre Position im Ranking der 100 nachhaltigsten Unternehmen weltweit von Platz 94 auf Platz 27 verbessern und wurde in den FTSE4Good-Index aufgenommen. Darüber hinaus erhielt SAP den ersten "Climate Leadership Award 2012". Mit diesem Preis zeichnet die US-amerikanische Umweltschutzbehörde (EPA - Environmental Protection Agency) unternehmerisches und persönliches Engagement bei der Bekämpfung des Klimawandels und der Verringerung der CO2-Emmissionen aus. Der Award ehrt sowohl die Software, die SAP ihren Kunden in den Bereichen Energiemanagement und nachhaltige Unternehmensführung weltweit anbietet, als auch die eigene Energie- und CO2-Strategie von SAP.

Master-Studiengang für Criminal Investigation Im deutschsprachigen Raum wird es eine hochschulische Masterausbildung in Kriminalistik geben. Die School of Governance, Risk & Compliance (School GRC) an der privaten, staatlich anerkannten Steinbeis-Hochschule Berlin startet mit Initiative der Deutschen Gesellschaft für Kriminalistik (DGfK) im Oktober den zweijährigen, berufsbegleitenden Master-Studiengang für Criminal Investigation. Die Studierenden werden u.a. in die Kriminalwissenschaften eingeführt, umfassend in der Beweisführung fortgebildet und erlernen die Einsatzmöglichkeiten kriminalistischer Instrumente im Umfeld nicht-polizeilicher Behörden und der Privatwirtschaft.

Compliance-Roundtable in Zürich Die kostenlosen, halbtägigen eLearning-Roundtable-Veranstaltungen der IMC AG haben sich seit deren Gründung im vergangenen Jahr zu einem festen Treffpunkt für L&D-Professionals in der Schweiz entwickelt. Lag der Fokus bei den letzten beiden Terminen auf der Unterstützung der informalen Lernprozesse durch Microlearning, soll es nun am 20. Juni in Zürich beim Roundtable "Compliance und die Herausforderungen an das Learning Management im Unternehmen" darum gehen, welche Herausforderungen stetig wachsende Compliance-Anforderungen an Unternehmen stellen und wie diesen mit optimierten Learning-Management-Prozessen begegnet werden kann.

Sicherheit und Vertraulichkeit durch Datenraum Die Brainloop AG, Anbieterin von "Document Compliance Management"-Lösungen für den hochsicheren Umgang mit vertraulichen Dokumenten, hat jetzt die unbefristete Verlängerung der Partnerschaft mit Munich Network bekanntgegeben. Damit unterstützt Brainloop die Aktivitäten des gemeinnützigen Innovationsnetzwerkes zur Vernetzung von Start-ups, Industrie, Investoren und Forschung.

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