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Findet der Wirtschaftsaufschwung nicht statt?


Studie zur Arbeitsmarktlage: 82 Prozent der Arbeitssuchenden sehen kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt
88 Prozent würden würden einen Job annehmen, der unter ihrer beruflichen Qualifikation liegt


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(29.04.11) - Insgesamt empfindet die Hälfte der Deutschen (49 Prozent) ihre Chancen als schlecht, jetzt einen neuen Job zu finden. Gut ein Viertel der Befragten (25,4 Prozent) macht dafür die schlechte Arbeitsmarktlage verantwortlich. Ein Ergebnis, das bei der aktuellen wirtschaftlichen Situation realitätsfern wirkt: Nach der schwersten Rezession der Nachkriegszeit und dem für deutsche Verhältnisse hohen Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent in 2010 zeichnet sich schon jetzt ein wachsender Fachkräftemangel ab.

Vor diesem Hintergrund ist es auch überraschend, dass 88 Prozent der befragten Arbeitnehmer davon ausgehen, mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen, wenn sie eine Aufgabe annähmen, die unter ihrem tatsächlichen Qualifikationsniveau liegt.

Wie die aktuelle Studie "Arbeitsmarkt 2011 – Perspektive der Arbeitnehmer" im Auftrag des Personaldienstleistungsunternehmens orizon GmbH ergab, sehen aber auch über die Hälfte der Befragten (54,1 Prozent) in persönlichen Eigenschaften den Grund für die individuell als schlecht empfundenen Perspektiven. Zu diesen "persönlichen Eigenschaften", die die Jobaussichten einschränken, zählt wiederum knapp die Hälfte (42,9 Prozent) ein zu hohes Alter. Weitere Aspekte sind mangelnde Flexibilität, eingeschränkte Mobilität, aber auch Faktoren wie "allein erziehend" oder "körperliche Einschränkungen". Lediglich 16,6 Prozent betrachten möglicherweise mangelnde berufliche Qualifikation als Hindernis, eine neue Anstellung zu finden.

Sehen 82 Prozent der Arbeitsuchenden kaum Chancen, beurteilen 75 Prozent der Schüler und Auszubildenden ihre Aussichten als gut bzw. sehr gut. Bestätigt wird diese Selbsteinschätzung durch die Ergebnisse der Untersuchung "Politikforschung" von TNS Infratest aus dem Oktober 2010: 63 Prozent gaben dem zufolge an, "einen Ausbildungsplatz gefunden zu haben, der den eigenen Wünschen entspricht".

Gefragt, zu welchen Zugeständnissen sie bereit wären, sagten 88 Prozent, sie würden einen Job annehmen, der unter ihrer beruflichen Qualifikation liegt. Das Ergebnis lässt auf fehlende Motivation und eine sinkende Leistungsbereitschaft schließen – was angesichts der wachsenden Herausforderungen im Arbeitsmarkt erstaunlich ist: Deutsche Unternehmen sind intensiv auf der Suche nach hochqualifizierten Fachkräften, und auch die arbeitsmarkpolitische Diskussion dreht sich in erster Linie um dieses Thema. "Aktuelle Untersuchungen prognostizieren, dass wir im Jahr 2020 einen Fachkräftemangel von bis zu zwei Millionen haben werden", sagt Dr. Marcus Opitz, Geschäftsführer der orizon GmbH. "Und bereits heute ist klar, dass die berufsspezifische Spezialisierung noch weiter zunehmen wird. Das heißt mit anderen Worten, es gibt schon heute kaum noch Jobs, die mit einer minimalen Schul- und Berufsbildung zu meistern sind. Die heutige Herausforderung, vor der unsere Gesellschaft steht, ist die strategische Aus- und Weiterbildung der offiziell 3,4 Millionen Arbeitslosen sowie der einen Million statistisch bewusst nicht erfasster Arbeitswilliger ohne reguläre Beschäftigung", führt Opitz aus.

Erhebungsmethode
Bevölkerungsrepräsentative Online-Befragung mit 2.078 Befragten zwischen 18 und 65 Jahren. Zur Gewährleistung der Repräsentativität wurden vorgegebene Quoten über die Merkmale Alter, Geschlecht, Schulbildung und Bundesland etabliert. Verzerrungen wurden durch Gewichtung aufgehoben, als Referenzdatei für die Gewichtung wurde die TdW 2011 (Typologie der Wünsche – Marktmedia Studie, Gewichtung nach Mikrozensus) zugrunde gelegt. (orizon: ra)

orizon: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Studien

Anforderungen von Privatanlegern In Zeiten volatiler Kapitalmärkte profitieren Unternehmen von Privatanlegern, die Aktien halten und Anleihen zeichnen und so Stabilität schaffen. Wie und mit welchen Informationen diese Zielgruppe versorgt werden möchte und wo heute noch Defizite in der Finanzkommunikation liegen, hat das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig gemeinsam mit der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW), der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) und der Deutsche EuroShop AG untersucht. Befragt wurden mehr als 500 Privatanleger in Deutschland mit monetärem Engagement in Aktien, Investmentfonds und/oder Unternehmensanleihen.

Angemessenheit der Vorstandsvergütung Stimmt die Vergütung der Mitglieder deutscher Aufsichtsräte und Vorstände mit der gewachsenen Verantwortung und Komplexität ihrer Aufgaben überein? Werden Leistung und Qualität der Kontrolleure angemessen gefördert? Im Mittelpunkt der 10. Panel-Befragung der Zeitschrift "Der Aufsichtsrat" stand die kontroverse Diskussion um die Aufsichtsrats- und Vorstandsvergütung von Unternehmen.

Fehlende Compliance im Software-Lizenzbereich 26 Prozent aller Software in Deutschland war 2011 unlizenziert. Insgesamt wurde hierzulande PC-Software im Wert von 6,7 Mrd. Euro eingesetzt - lizenziert und bezahlt wurden aber nur Programme im Wert von 4,9 Mrd. Euro. Laut Selbstauskunft greifen nur 66 Prozent der deutschen Software-Nutzer nie zu unlizenzierter Software. Auch die zunehmende Verbreitung von Tablet-Computern und die Popularität von Software-as-a-Service (SaaS) konnte nicht verhindern, dass die "Schattenwirtschaft" mit illegaler Software weiterhin blüht: Trotz des rasanten Wachstums dieser Angebote war ihr Anteil zu gering, um deutliche Auswirkungen zu haben. Weltweit waren 42 Prozent aller eingesetzten Programme unlizenziert, was Software im Wert von 63 Mrd. US-Dollar entspricht. Die Ergebnisse stammen aus der aktuellen Piraterie-Studie der Business Software Alliance (BSA) im Verbund mit der IDC und dem Marktforschungsinstitut Ipsos.

Soziale Medien und Unternehmenskultur Fast die Hälfte (47 Prozent) aller Unternehmen in Deutschland setzt soziale Medien ein. Weitere 15 Prozent haben bereits konkrete Pläne, damit in Kürze zu beginnen. Das geht aus einer Studie hervor, die der Hightech-Verband Bitkom in Berlin vorgestellt hat. Dabei wurden im Auftrag des Bitkom 732 Unternehmen aller Branchen befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft.

Hoch im Kurs bei ECM: Compliance Effiziente Suche, Vorgangsbearbeitung mittels elektronischer Akte und Business-Process-Management sind für Unternehmen die Top-Trends im Umfeld von Enterprise Content Management (ECM). Dies ergab eine umfangreiche Studie des Marktanalyse- und Beratungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC). Befragt wurden mehr als 100 Unternehmen mit über 1.000 Angestellten in der DACH-Region.

Professionelle Solvency II-Lösungen bevorzugt Nach aktuellen Verlautbarungen der EU-Kommission ist der 30. Juni 2013 der Stichtag, bis zu dem alle europäischen Versicherungsunternehmen ihre Governance, Risk und Compliance (GRC) Prozesse und Systeme der Solvency II-Richtlinie angepasst haben müssen. Während jedoch die Unternehmen ihr Augenmerk bei den Vorbereitungen zur Umsetzung der Anforderungen auf Säule I (Kapitaleffizienz) und Säule II (Risikomanagement) richten, wird Säule III (Reporting) nur wenig Beachtung geschenkt. Bis heute haben 84 Prozent der europäischen Versicherer noch keinen Berichtsrahmen und ergänzende Systeme implementiert. Folglich sind nur 16 Prozent darauf vorbereitet, den EU-Aufsichtsbehörden die geforderten Quartals- und Jahresberichte vorzulegen. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint bei der über 350 europäische Versicherungsunternehmen in verschiedenen Schlüsselmärkten befragt wurden.

Klarheit und Verständlichkeit der AGB Nur jeder fünfte Internetnutzer (22 Prozent) liest mehr oder weniger regelmäßig die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Online-Anbietern. So lesen einer Bitkom-Umfrage zufolge 6 Prozent "immer" und 16 Prozent zumindest "manchmal" die AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen). Dagegen erklärten 17 Prozent der Anwender, das Kleingedruckte "selten" zu lesen, 23 Prozent tun dies "nie". Ein weiteres Drittel der Onliner machte dazu keine Angaben.

Studie zur Umsetzung der EU-Änderungen zu Cookies Die durch die EU vorgegebenen Änderungen für den Umgang mit Cookies werden in den Mitgliedsstaaten sehr unterschiedlich umgesetzt. Entscheidende Fragen, wie die Einholung der Einwilligung zum Setzen von Cookies, sind daher von Unternehmen auch zukünftig nicht europaweit einheitlich zu beantworten. Das hat eine Vergleichsstudie zahlreicher europäischer Kanzleien ergeben, die von der englischen Kanzlei Bristows initiiert wurde und zu der Oppenhoff & Partner beigetragen hat.

Internet und Demokratie Das Internet fördert in den Augen seiner Nutzer die Demokratie. 61 Prozent der deutschen Internetnutzer sind aktuell der Meinung, das Internet trage zu mehr Demokratie bei. Das geht aus einer Erhebung im Auftrag des Hightech-Verbandes Bitkom hervor. "Das Internet bietet hervorragende Möglichkeiten, die politische Arbeit transparenter zu machen und breite Bevölkerungsschichten einzubeziehen", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. "In vielen Ländern ist das Web sogar zu einer wichtigen Voraussetzung geworden, um demokratische Strukturen überhaupt erst auf den Weg zu bringen."

Rechtswesen vernachlässigt Informationssicherheit Unternehmen im Bereich Rechtsberatung wie zum Beispiel Anwaltskanzleien gehen im Vergleich mit anderen Branchen am nachlässigsten mit ihren Informationen um. Bei einer aktuellen europaweiten Studie von Iron Mountain und PwC zum Umgang mittelständischer Unternehmen mit Informationen landeten sie auf dem letzten Platz hinter Finanzdienstleistern, Versicherungen, produzierenden Unternehmen und der Pharmaindustrie. 42 Prozent der Kanzleien in Europa wissen nicht einmal, ob ihnen in den vergangenen drei Jahren Daten abhanden gekommen sind. Viele überprüfen auch nicht, ob ihre Mitarbeiter überhaupt Maßnahmen für eine höhere Informationssicherheit ergreifen. Mit der Studie wurde auch der europaweit erste europäische Vergleichsindex (Information Risk Maturity Index) erstellt, mit dem Unternehmen ermitteln können, ob sie angemessen auf Informationsrisiken vorbereitet sind.

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Raubkopien nach wie vor weit verbreitet "Deloitte Global Risk Management Survey"