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Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung 2010


Lünendonk-Liste 2011: "Führende Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland" wuchsen im Jahr 2010 um 1,4 Prozent - Auch die mittelgroßen und kleinen WP-Gesellschaften legten nur um 2,7 Prozent zu - Marktkonsolidierung schreitet fort
Für 2011: Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) als Umsatztreiber - Ferner sollen internationale Steuer- und Compliance-Projekte eine größere Bedeutung spielen


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(21.10.11) - Die in Deutschland tätigen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften (WP) zeigen sich durch die Wirtschaftskrise nachhaltig getroffen. Nach zweistelliger Wachstumsrate in 2008 betrug der durchschnittliche Umsatzanstieg der 25 führenden Unternehmen in 2010 lediglich 1,4 Prozent. Im Geschäftsjahr 2009 lag das Wachstum noch bei 5,4 Prozent.

Die so genannten Big Four, namentlich die internationalen WP-Gesellschaften PricewaterhouseCoopers (PWC), KPMG, Ernst & Young sowie Deloitte, litten im Geschäftsjahr 2010 erneut: Die Umsätze gingen um durchschnittlich -7,7 Prozent zurück (2009: -3,9 Prozent). Im aktuellen Geschäftsjahr wollen die Top 25 jedoch um 5,1 Prozent wachsen. Das zeigt die aktuelle Lünendonk-Liste und -Studie 2011 "Führende Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland" der Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, in die 90 Unternehmen einbezogen wurden.

Die Lünendonk-Liste wird angeführt von den Big-Four-Unternehmen, obwohl sie im Geschäftsjahr 2010 im Vergleich zu anderen Studienteilnehmern starke Umsatzrückgänge zu verzeichnen hatten: PWC liegt mit mehr als 1,3 Milliarden Euro auf Position eins (-3,1 Prozent im Vergleich zu 2009). KMPG mit ca. 1,2 Milliarden Euro (-5,3 Prozent) sowie Ernst & Young mit ca. 1,1 Milliarden folgen (-2,9 Prozent) auf den Plätzen. Deloitte rangiert mit 577,4 Millionen Euro (-19,4 Prozent) auf Position vier. Der deutliche Umsatzrückgang resultierte aus auslaufenden globalen Großprojekten sowie einem Rückgang im Beratungsgeschäft.

Die fünftgrößte deutsche Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft ist weiterhin BDO. Während das Netzwerk BDO International zulegen konnte, gingen die Deutschlandumsätze im Geschäftsjahr 2010 um 3,1 Prozent auf 180,0 Millionen Euro zurück. 2011 verkündete BDO die Übernahme von AWT Horwath, München.

Rödl & Partner legt um 7,8, Ebner Stolz um 12,4 Prozent zu.
Rödl & Partner ist die erste WP-Gesellschaft in der Rangfolge der Lünendonk-Liste, die ihre Umsätze im Jahr 2010 steigern konnte. Das Nürnberger Unternehmen legte um 7,8 Prozent auf 135,5 Millionen Euro zu. Ecovis meldete einen Umsatz von 107,1 Millionen Euro. Ebner Stolz Mönning Bachem gehört in 2010 ebenfalls zu den WP-Gesellschaften mit einem dreistelligen Millionenumsatz. Das Stuttgarter Unternehmen erwirtschaftete einen Umsatz von 106,0 Millionen Euro (+12,4 Prozent). RölfsPartner verlor leicht und rangiert mit 84,4 Millionen Euro auf Rang neun.

Die Fusion von RölfsPartner und Richter & Partner wurde im Jahr 2011 vollzogen und ist somit nicht im aktuellen Ranking 2010 berücksichtigt. Diese Vorgehensweise kam auch bei den WP-Gesellschaften BDO / AWT Horwath sowie RöverBrönner / Susat & Partner zur Anwendung. Vor diesem Hintergrund sind in der Lünendonk-Liste des kommenden Jahres einige deutliche Positionsänderungen zu erwarten.

Die individuellen Umsätze der WP-Gesellschaften auf den Listenplätzen zehn bis 15 lagen im Geschäftsjahr 2010 zwischen 30 und 60 Millionen Euro. PKF Fasselt Schlage liegt bei 56,3 Millionen Euro, gefolgt von Warth & Klein Grant Thornton (51,6 Mio. Euro). Warth & Klein ist seit 2011 exklusiver Netzwerkpartner Grant Thorntons in Deutschland, hat sich an der Treuhand Oldenburg beteiligt und den Standort München um ein 60 Mitarbeiter starkes Team erweitert.

Aus RöverBrönner wird RBS RöverBrönnerSusat
Susat & Partner rangiert mit 50,5 Millionen Euro auf Platz zwölf. Durch die Fusion mit RöverBrönner in 2011 wird das Hamburger Unternehmen im kommenden Jahr nicht mehr eigenständig in der Lünendonk®-Liste vertreten sein, sondern unter dem Namen RBS RöverBrönnerSusat firmieren. Durch die Fusion erhält das ehemalige Grant Thornton Netzwerk-Unternehmen Susat & Partner wieder einen Zugang zu einem internationalen WP-Netzwerk: Moore Stephens.

Mazars steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Umsatz auf 43,0 Millionen Euro und rangiert auf Platz 13. Das Frankfurter Unternehmen ist eine der wenigen WP-Gesellschaften innerhalb der Lünendonk-Liste mit einem eigenen internationalen Netzwerk aus abhängigen Mitgliedsgesellschaften. RöverBrönner steigerte 2010 seinen Umsatz auf 33,6 Millionen Euro. Und auch DHPG legte auf 31,3 Millionen Euro zu. Knapp unterhalb eines Umsatzes von 30 Millionen Euro liegen Dr. Dornbach und Partner (28,0 Mio. Euro), Fides (27,5 Mio. Euro) sowie Bansbach Schübel Brösztl & Partner (26,7 Mio. Euro).

Nicht mehr in der Lünendonk-Liste der führenden Wirtschaftsprüfungs-und Steuerberatungs-Gesellschaften vertreten ist die auf steuerzentrierte Rechtsberatung ausgerichtete Partnerschaft Flick Gocke Schaumburg. Neu hinzugekommen ist die Falk & Co. Unternehmensgruppe.

Marktkonsolidierung gewinnt an Tempo
"Das durchschnittliche Wachstum von 1,4 Prozent war im Geschäftsjahr 2010 geprägt durch Ausreißer nach oben und unten", erläutert Jörg Hossenfelder, Geschäftsführender Gesellschafter Lünendonk GmbH. "Bemerkenswert ist, dass die Top 25 in der Vorjahresstudie für das Geschäftsjahr 2010 ein Wachstum von im Durchschnitt 10,5 Prozent erwarteten. Diese Umsatzziele wurden verfehlt; Faktoren wie Honorar- sowie Wettbewerbsdruck beschleunigen die weitere Marktkonsolidierung."

Aufwärtstrend: Markterholung prognostiziert
Für das laufende Geschäftsjahr 2011 prognostizieren die 25 nach Inlandsumsatz führenden WP-Gesellschaften ein durchschnittliches Wachstum von 5,1 Prozent. Wie im vergangenen Jahr, sollen die Themen Unternehmenssteuerreform, Erbschaftssteuergesetz sowie das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) als Umsatztreiber dienen. Ferner sollen internationale Steuer- und Compliance-Projekte eine größere Bedeutung spielen.

Die führenden 25 WP-Gesellschaften haben in 2010 als Gruppe einen Umsatz in Deutschland in Höhe von 5,3 Milliarden Euro erzielt (2009: 5,5 Mrd. Euro). Die 4,16 Milliarden Euro der Big Four machen hiervon 78,5 Prozent aus (2009: 4,44 Mrd. Euro / 80,7 Prozent). Das gesamte Marktvolumen wird auf etwa 11 Milliarden Euro in Deutschland geschätzt. Die Top-25-Unternehmen beschäftigten im zurückliegenden Geschäftsjahr fast 40.000 Mitarbeiter. (Lünendonk: ra)

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Meldungen: Studien

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Angemessenheit der Vorstandsvergütung Stimmt die Vergütung der Mitglieder deutscher Aufsichtsräte und Vorstände mit der gewachsenen Verantwortung und Komplexität ihrer Aufgaben überein? Werden Leistung und Qualität der Kontrolleure angemessen gefördert? Im Mittelpunkt der 10. Panel-Befragung der Zeitschrift "Der Aufsichtsrat" stand die kontroverse Diskussion um die Aufsichtsrats- und Vorstandsvergütung von Unternehmen.

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Soziale Medien und Unternehmenskultur Fast die Hälfte (47 Prozent) aller Unternehmen in Deutschland setzt soziale Medien ein. Weitere 15 Prozent haben bereits konkrete Pläne, damit in Kürze zu beginnen. Das geht aus einer Studie hervor, die der Hightech-Verband Bitkom in Berlin vorgestellt hat. Dabei wurden im Auftrag des Bitkom 732 Unternehmen aller Branchen befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft.

Hoch im Kurs bei ECM: Compliance Effiziente Suche, Vorgangsbearbeitung mittels elektronischer Akte und Business-Process-Management sind für Unternehmen die Top-Trends im Umfeld von Enterprise Content Management (ECM). Dies ergab eine umfangreiche Studie des Marktanalyse- und Beratungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC). Befragt wurden mehr als 100 Unternehmen mit über 1.000 Angestellten in der DACH-Region.

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Klarheit und Verständlichkeit der AGB Nur jeder fünfte Internetnutzer (22 Prozent) liest mehr oder weniger regelmäßig die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Online-Anbietern. So lesen einer Bitkom-Umfrage zufolge 6 Prozent "immer" und 16 Prozent zumindest "manchmal" die AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen). Dagegen erklärten 17 Prozent der Anwender, das Kleingedruckte "selten" zu lesen, 23 Prozent tun dies "nie". Ein weiteres Drittel der Onliner machte dazu keine Angaben.

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Euro-Zone und Vergemeinschaftung von Schulden Studie: Corporate Governance für Banken