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Weiterentwicklung des Zahlungsverkehrs


Elektronische Rechnungen: Vor allem beim Mittelstand stellt Informationsbedarf ein Hindernis dar
Trotz möglicher Vorteile durch die Einführung von elektronischen Rechnungen, befürchten Unternehmen Schwierigkeiten bei der Einführung


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(02.08.11) - Immer mehr Unternehmen setzen auf elektronische Rechnungen, um Kosten zu sparen und die Bearbeitung schneller abwickeln zu können. Jedoch befürchten viele Unternehmen Herausforderungen bei der Einführung. Insbesondere der Mittelstand hat einen hohen Informationsbedarf. Dies sind Ergebnisse einer Umfrage des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG).

Elektronische Rechnungen werden für Unternehmen aller Größen ein immer relevanteres Thema: Über 80 Prozent der Unternehmen haben bereits Rechnungen in elektronischer Form erhalten, wenn auch in sehr unterschiedlichem Umfang. Dies ist ein Ergebnis einer aktuellen Online-Umfrage des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr. Nach den wichtigsten Gründen für die Nutzung gefragt, zeigt sich, dass die Initiative zum Empfang von elektronischen Rechnungen mit 78 Prozent von Lieferanten oder Geschäftspartnern ausgeht. Aber auch Gebühren für papierhafte Rechnungen haben über ein Drittel der Befragten zu einer Akzeptanz von elektronischen Rechnungen bewegt. Für 39 Prozent der Unternehmen war eine schnellere Bearbeitung ein wichtiger Grund, Rechnungen elektronisch zu empfangen.

Staatssekretär Stefan Kapferer beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, sagt: "Der Mittelstand hat den größten Anteil am gesamten Rechnungsaufkommen. Wenn kleine und mittlere Unternehmen (KMU) elektronische Rechnungen nutzen, bewirkt das auch erhebliche Einsparungen auf gesamtwirtschaftlicher Ebene. Mit passenden Informationsmaterialien wollen wir deshalb den Mittelstand unterstützen, um so einen weiteren Beitrag für deren Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit leisten zu können. Auch im Hinblick auf die Entwicklungen zur Modernisierung und Weiterentwicklung des europäischen Zahlungsverkehrs im Rahmen von e-SEPA, werden sich Unternehmen zukünftig mit dieser Thematik vermehrt beschäftigen."

Beim elektronischen Rechnungsversand werden Einsparungen und eine schnellere Bearbeitung erwartet
Durch einen Versand von elektronischen Rechnungen erwarten laut Umfrage 80 Prozent der Unternehmen Porto- und Materialeinsparungen und fast 68 Prozent eine schnellere Bearbeitung. Insbesondere kleine Unternehmen erhoffen sich eine schnellere Bezahlung durch den Versand in elektronischer Form.

Ein Großteil der Unternehmen, die einen Versand von elektronischen Rechnungen eingeführt haben, konnte, so die Ergebnisse der Umfrage, damit Einsparungen realisieren. Silke Weisheit, NEG-Projektleiterin, sagt: "Die Einsparungen sind von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Die Höhe hängt dabei von der Umsetzungsart und vom Rechnungsvolumen ab."

Trotz möglicher Vorteile durch die Einführung von elektronischen Rechnungen, befürchten Unternehmen Schwierigkeiten bei der Einführung. Dabei spielen rechtliche Unsicherheiten beim Versand von elektronischen Rechnungen (66 Prozent) sowie bei deren Erhalt (45 Prozent) eine sehr große Rolle. Auch die Suche einer geeigneten Lösung zur Umsetzung stellt für die befragten Unternehmen eine große Herausforderung dar. Insbesondere kleine Unternehmen gaben an, fehlendes Fachwissen zu elektronischen Rechnungen haben.
Die elektronische Rechungsabwicklung in der Praxis
Die Gestaltung einer effizienten Rechnungsbearbeitung stellt gerade für kleine und mittlere Unternehmen keine leichte Aufgabe dar. Hier setzt das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen der Förderinitiative Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG) an. Damit auch der Mittelstand die Chancen von elektronischen Rechnungen effektiv nutzen kann, werden praxisnahe Informationsmaterialien erstellt.

Informationen zur Online-Umfrage
Den Umgang mit elektronischen Rechnungen hat das Forschungsinstitut ibi research an der Universität Regensburg im Rahmen des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG) in einer aktuellen Online-Umfrage ermittelt. Die Befragung zur Ermittlung der Ergebnisse wurde von Februar bis Mai 2011 online-gestützt durchgeführt. Zielgruppe der Umfrage waren Unternehmen im deutschsprachigen Raum. Die Gewinnung von Teilnehmern erfolgte einerseits durch direkte Anschreiben von Unternehmen oder per Newsletter, andererseits durch breit angelegte Hinweise auf die Umfrage auf den Websites von Kammern und Verbänden, Dienstleistern und Partnern sowie in Fachzeitschriften. 875 Teilnehmer haben sich an der Umfrage beteiligt. Nach sorgfältigen Qualitätssicherungsmaßnahmen wurden 557 vollständig von Unternehmen ausgefüllte Fragebögen zur Auswertung der Ergebnisse verwertet. (ibi research: ra)

ibi research: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Studien

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Angemessenheit der Vorstandsvergütung Stimmt die Vergütung der Mitglieder deutscher Aufsichtsräte und Vorstände mit der gewachsenen Verantwortung und Komplexität ihrer Aufgaben überein? Werden Leistung und Qualität der Kontrolleure angemessen gefördert? Im Mittelpunkt der 10. Panel-Befragung der Zeitschrift "Der Aufsichtsrat" stand die kontroverse Diskussion um die Aufsichtsrats- und Vorstandsvergütung von Unternehmen.

Fehlende Compliance im Software-Lizenzbereich 26 Prozent aller Software in Deutschland war 2011 unlizenziert. Insgesamt wurde hierzulande PC-Software im Wert von 6,7 Mrd. Euro eingesetzt - lizenziert und bezahlt wurden aber nur Programme im Wert von 4,9 Mrd. Euro. Laut Selbstauskunft greifen nur 66 Prozent der deutschen Software-Nutzer nie zu unlizenzierter Software. Auch die zunehmende Verbreitung von Tablet-Computern und die Popularität von Software-as-a-Service (SaaS) konnte nicht verhindern, dass die "Schattenwirtschaft" mit illegaler Software weiterhin blüht: Trotz des rasanten Wachstums dieser Angebote war ihr Anteil zu gering, um deutliche Auswirkungen zu haben. Weltweit waren 42 Prozent aller eingesetzten Programme unlizenziert, was Software im Wert von 63 Mrd. US-Dollar entspricht. Die Ergebnisse stammen aus der aktuellen Piraterie-Studie der Business Software Alliance (BSA) im Verbund mit der IDC und dem Marktforschungsinstitut Ipsos.

Soziale Medien und Unternehmenskultur Fast die Hälfte (47 Prozent) aller Unternehmen in Deutschland setzt soziale Medien ein. Weitere 15 Prozent haben bereits konkrete Pläne, damit in Kürze zu beginnen. Das geht aus einer Studie hervor, die der Hightech-Verband Bitkom in Berlin vorgestellt hat. Dabei wurden im Auftrag des Bitkom 732 Unternehmen aller Branchen befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft.

Hoch im Kurs bei ECM: Compliance Effiziente Suche, Vorgangsbearbeitung mittels elektronischer Akte und Business-Process-Management sind für Unternehmen die Top-Trends im Umfeld von Enterprise Content Management (ECM). Dies ergab eine umfangreiche Studie des Marktanalyse- und Beratungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC). Befragt wurden mehr als 100 Unternehmen mit über 1.000 Angestellten in der DACH-Region.

Professionelle Solvency II-Lösungen bevorzugt Nach aktuellen Verlautbarungen der EU-Kommission ist der 30. Juni 2013 der Stichtag, bis zu dem alle europäischen Versicherungsunternehmen ihre Governance, Risk und Compliance (GRC) Prozesse und Systeme der Solvency II-Richtlinie angepasst haben müssen. Während jedoch die Unternehmen ihr Augenmerk bei den Vorbereitungen zur Umsetzung der Anforderungen auf Säule I (Kapitaleffizienz) und Säule II (Risikomanagement) richten, wird Säule III (Reporting) nur wenig Beachtung geschenkt. Bis heute haben 84 Prozent der europäischen Versicherer noch keinen Berichtsrahmen und ergänzende Systeme implementiert. Folglich sind nur 16 Prozent darauf vorbereitet, den EU-Aufsichtsbehörden die geforderten Quartals- und Jahresberichte vorzulegen. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint bei der über 350 europäische Versicherungsunternehmen in verschiedenen Schlüsselmärkten befragt wurden.

Klarheit und Verständlichkeit der AGB Nur jeder fünfte Internetnutzer (22 Prozent) liest mehr oder weniger regelmäßig die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Online-Anbietern. So lesen einer Bitkom-Umfrage zufolge 6 Prozent "immer" und 16 Prozent zumindest "manchmal" die AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen). Dagegen erklärten 17 Prozent der Anwender, das Kleingedruckte "selten" zu lesen, 23 Prozent tun dies "nie". Ein weiteres Drittel der Onliner machte dazu keine Angaben.

Studie zur Umsetzung der EU-Änderungen zu Cookies Die durch die EU vorgegebenen Änderungen für den Umgang mit Cookies werden in den Mitgliedsstaaten sehr unterschiedlich umgesetzt. Entscheidende Fragen, wie die Einholung der Einwilligung zum Setzen von Cookies, sind daher von Unternehmen auch zukünftig nicht europaweit einheitlich zu beantworten. Das hat eine Vergleichsstudie zahlreicher europäischer Kanzleien ergeben, die von der englischen Kanzlei Bristows initiiert wurde und zu der Oppenhoff & Partner beigetragen hat.

Internet und Demokratie Das Internet fördert in den Augen seiner Nutzer die Demokratie. 61 Prozent der deutschen Internetnutzer sind aktuell der Meinung, das Internet trage zu mehr Demokratie bei. Das geht aus einer Erhebung im Auftrag des Hightech-Verbandes Bitkom hervor. "Das Internet bietet hervorragende Möglichkeiten, die politische Arbeit transparenter zu machen und breite Bevölkerungsschichten einzubeziehen", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. "In vielen Ländern ist das Web sogar zu einer wichtigen Voraussetzung geworden, um demokratische Strukturen überhaupt erst auf den Weg zu bringen."

Rechtswesen vernachlässigt Informationssicherheit Unternehmen im Bereich Rechtsberatung wie zum Beispiel Anwaltskanzleien gehen im Vergleich mit anderen Branchen am nachlässigsten mit ihren Informationen um. Bei einer aktuellen europaweiten Studie von Iron Mountain und PwC zum Umgang mittelständischer Unternehmen mit Informationen landeten sie auf dem letzten Platz hinter Finanzdienstleistern, Versicherungen, produzierenden Unternehmen und der Pharmaindustrie. 42 Prozent der Kanzleien in Europa wissen nicht einmal, ob ihnen in den vergangenen drei Jahren Daten abhanden gekommen sind. Viele überprüfen auch nicht, ob ihre Mitarbeiter überhaupt Maßnahmen für eine höhere Informationssicherheit ergreifen. Mit der Studie wurde auch der europaweit erste europäische Vergleichsindex (Information Risk Maturity Index) erstellt, mit dem Unternehmen ermitteln können, ob sie angemessen auf Informationsrisiken vorbereitet sind.

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