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Europäischer Hypothekenmarkt bleibt schwierig


Umfrage: Europäische Risikomanager prognostizieren rückläufige Kreditnachfrage in Europa
Interesse an Verbraucherkrediten und Forderungsausfälle bei Privatkunden und KMU nehmen ab


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(08.07.11) - Fico, Anbieterin von Predictive Analytics und Lösungen für Decision Management und die European Financial Marketing Association (Efma), gaben die Ergebnisse des zweiten "European Credit Risk Survey" bekannt. Für die Umfrage wurden europaweit Risikomanager mit Schwerpunkt Kreditrisiko zu ihrer Einschätzung des Kreditmarkts in den kommenden sechs Monaten befragt. Der Umfrage zufolge hat sich die Kunden-Bank-Beziehung vielerorts in den vergangenen Monaten verändert. Die Mehrheit der Risiko-Experten ist außerdem wieder optimistischer und befürchtet weniger Zahlungsausfälle bei Verbrauchern und Kleinunternehmern. Wie schon im Februar zeigten sich Risikomanager aus Deutschland, Österreich und der Schweiz besonders optimistisch, während in Spanien und Portugal weiterhin die Skepsis überwiegt. Allerdings hat sich auf der iberischen Halbinsel im Vergleich zur letzten Erhebung die Stimmung etwas aufgehellt.

Steigende Ansprüche an Serviceleistungen
Einstimmig sind die Befragten der Meinung, dass sich die Beziehung der Kreditinstitute zu ihren Kunden verändert hat. Auf Verbraucherseite steigen die Ansprüche an Serviceleistungen (79 Prozent) sowie das Interesse an Vermögensaufbau (79 Prozent). Parallel dazu rechnen zwei Drittel der Befragten mit einem Rückgang bei der Kreditnachfrage sowie bei der Inanspruchnahme ungesicherter Kredite. Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht ein erhöhtes Interesse an Service und dem Aufbau von Vermögenswerten - das glauben zumindest 72 bzw. 73 Prozent der befragten Risikomanager aus dieser Region. Eine rückläufige Nachfrage oder zögerliche Inanspruchnahme ungesicherter Kredite sieht hier allerdings nur jeder zweite Risikomanager (54 Prozent). Besonders zurückhaltend bei der Kreditaufnahme sind den Experten zufolge die Briten (85 Prozent). Der Umfrage zufolge haben englische Kreditinstitute auch am meisten an Kundenvertrauen verloren.

"In ganz Europa hat die Rettung von Banken mit Staatsgeldern das Vertrauen der Verbraucher erschüttert. Am härtesten hat es allerdings die Briten getroffen", erklärt Phillip Sertel, Senior Director DACH, Central & Eastern Europe bei Fico in München. "Jenseits des Kanals sprechen drei Viertel der Befragten von einem Vertrauensverlust, während im europäischen Durchschnitt nur 52 Prozent und in der DACH-Region nur 45 Prozent diese Meinung vertreten. Für die Kreditinstitute steht nun die Wiederherstellung von Vertrauen durch verschiedene Kundenprogramme ganz oben auf der Agenda."

Europäischer Hypothekenmarkt bleibt schwierig
Problemkind Nummer eins in Europa bleibt der Hypothekenmarkt. 84 Prozent der Befragten erwarten in diesem Segment keine Verbesserung oder eine Verschlechterung bei den Forderungsrückständen. Im Februar waren lediglich 69 Prozent dieser Meinung. Bei den Überziehungskrediten sieht knapp ein Drittel keine Veränderung der Situation. Lediglich 41 Prozent gehen von einer Verschlechterung aus - im Februar waren dies noch 48 Prozent. Jeder Vierte rechnet sogar mit einer Verbesserung (im Februar: 10 Prozent). Ähnlich verhält es sich mit den Krediten für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz schätzen zudem die Bedienung von Krediten durch KMU positiver ein, als noch im Februar. Jeder Zweite (54 Prozent) rechnet sogar mit einem Rückgang der Forderungsausfälle bei KMU.

Abbau von Nachfrageüberhang in Europa, weniger Überangebot in DACH
Wie im Februar rechnen die Experten wieder mit einem Nachfrageüberhang in Europa, allerdings in leicht abgeschwächter Form, denn mehr Risikomanager gehen gleichzeitig von einer Ausweitung der Kreditvergabe aus. Rund jeder Dritte erwartet eine Zunahme der Kreditvergabe an Privatkunden (29 Prozent) sowie an kleine und mittelständische Unternehmen (27 Prozent). 43 Prozent sagen diese Entwicklung für beide Gruppen voraus. Bei KMU wird die Nachfrage jedoch schneller steigen, als das Angebot - rund 60 Prozent rechnen mit steigender Nachfrage in diesem Segment, lediglich 43 Prozent mit einer Ausweitung des Kreditvolumens. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird der Mehrheit der Risikomanager (70 Prozent) zufolge auch die Nachfrage von Seiten der Verbraucher anziehen und die Kreditvergabe entsprechend zunehmen. 80 Prozent der Experten sieht diesen Trend auch bei KMU. Allerdings rechnen hier nur knapp zwei Drittel mit einer Zunahme des Kreditvolumens (60 Prozent).

Multiple Strategien für mehr Profitabilität
Um die Profitabilität zu stärken, fokussiert sich die Mehrheit der Befragten (90 Prozent) bereits heute auf die Gewinnung von Kunden im mittleren und gehobenen Kundensegment oder wird dies in naher Zukunft tun. Parallel dazu nehmen die Institute Kunden mit geringerem Ausfallrisiko ins Visier (77 Prozent). Allerdings bestätigten lediglich 16 Prozent der Befragten, ihr Institut habe schon neue Produkte eingeführt, um die Profitabilität zu verbessern. 69 Prozent gaben jedoch an, Pläne in diese Richtung zu schmieden. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gaben 90 Prozent der Befragten an, neue Produkte seien bereits im Angebot oder in Planung. (Fico: ra)

Fico: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Studien

Anforderungen von Privatanlegern In Zeiten volatiler Kapitalmärkte profitieren Unternehmen von Privatanlegern, die Aktien halten und Anleihen zeichnen und so Stabilität schaffen. Wie und mit welchen Informationen diese Zielgruppe versorgt werden möchte und wo heute noch Defizite in der Finanzkommunikation liegen, hat das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig gemeinsam mit der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW), der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) und der Deutsche EuroShop AG untersucht. Befragt wurden mehr als 500 Privatanleger in Deutschland mit monetärem Engagement in Aktien, Investmentfonds und/oder Unternehmensanleihen.

Angemessenheit der Vorstandsvergütung Stimmt die Vergütung der Mitglieder deutscher Aufsichtsräte und Vorstände mit der gewachsenen Verantwortung und Komplexität ihrer Aufgaben überein? Werden Leistung und Qualität der Kontrolleure angemessen gefördert? Im Mittelpunkt der 10. Panel-Befragung der Zeitschrift "Der Aufsichtsrat" stand die kontroverse Diskussion um die Aufsichtsrats- und Vorstandsvergütung von Unternehmen.

Fehlende Compliance im Software-Lizenzbereich 26 Prozent aller Software in Deutschland war 2011 unlizenziert. Insgesamt wurde hierzulande PC-Software im Wert von 6,7 Mrd. Euro eingesetzt - lizenziert und bezahlt wurden aber nur Programme im Wert von 4,9 Mrd. Euro. Laut Selbstauskunft greifen nur 66 Prozent der deutschen Software-Nutzer nie zu unlizenzierter Software. Auch die zunehmende Verbreitung von Tablet-Computern und die Popularität von Software-as-a-Service (SaaS) konnte nicht verhindern, dass die "Schattenwirtschaft" mit illegaler Software weiterhin blüht: Trotz des rasanten Wachstums dieser Angebote war ihr Anteil zu gering, um deutliche Auswirkungen zu haben. Weltweit waren 42 Prozent aller eingesetzten Programme unlizenziert, was Software im Wert von 63 Mrd. US-Dollar entspricht. Die Ergebnisse stammen aus der aktuellen Piraterie-Studie der Business Software Alliance (BSA) im Verbund mit der IDC und dem Marktforschungsinstitut Ipsos.

Soziale Medien und Unternehmenskultur Fast die Hälfte (47 Prozent) aller Unternehmen in Deutschland setzt soziale Medien ein. Weitere 15 Prozent haben bereits konkrete Pläne, damit in Kürze zu beginnen. Das geht aus einer Studie hervor, die der Hightech-Verband Bitkom in Berlin vorgestellt hat. Dabei wurden im Auftrag des Bitkom 732 Unternehmen aller Branchen befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft.

Hoch im Kurs bei ECM: Compliance Effiziente Suche, Vorgangsbearbeitung mittels elektronischer Akte und Business-Process-Management sind für Unternehmen die Top-Trends im Umfeld von Enterprise Content Management (ECM). Dies ergab eine umfangreiche Studie des Marktanalyse- und Beratungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC). Befragt wurden mehr als 100 Unternehmen mit über 1.000 Angestellten in der DACH-Region.

Professionelle Solvency II-Lösungen bevorzugt Nach aktuellen Verlautbarungen der EU-Kommission ist der 30. Juni 2013 der Stichtag, bis zu dem alle europäischen Versicherungsunternehmen ihre Governance, Risk und Compliance (GRC) Prozesse und Systeme der Solvency II-Richtlinie angepasst haben müssen. Während jedoch die Unternehmen ihr Augenmerk bei den Vorbereitungen zur Umsetzung der Anforderungen auf Säule I (Kapitaleffizienz) und Säule II (Risikomanagement) richten, wird Säule III (Reporting) nur wenig Beachtung geschenkt. Bis heute haben 84 Prozent der europäischen Versicherer noch keinen Berichtsrahmen und ergänzende Systeme implementiert. Folglich sind nur 16 Prozent darauf vorbereitet, den EU-Aufsichtsbehörden die geforderten Quartals- und Jahresberichte vorzulegen. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint bei der über 350 europäische Versicherungsunternehmen in verschiedenen Schlüsselmärkten befragt wurden.

Klarheit und Verständlichkeit der AGB Nur jeder fünfte Internetnutzer (22 Prozent) liest mehr oder weniger regelmäßig die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Online-Anbietern. So lesen einer Bitkom-Umfrage zufolge 6 Prozent "immer" und 16 Prozent zumindest "manchmal" die AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen). Dagegen erklärten 17 Prozent der Anwender, das Kleingedruckte "selten" zu lesen, 23 Prozent tun dies "nie". Ein weiteres Drittel der Onliner machte dazu keine Angaben.

Studie zur Umsetzung der EU-Änderungen zu Cookies Die durch die EU vorgegebenen Änderungen für den Umgang mit Cookies werden in den Mitgliedsstaaten sehr unterschiedlich umgesetzt. Entscheidende Fragen, wie die Einholung der Einwilligung zum Setzen von Cookies, sind daher von Unternehmen auch zukünftig nicht europaweit einheitlich zu beantworten. Das hat eine Vergleichsstudie zahlreicher europäischer Kanzleien ergeben, die von der englischen Kanzlei Bristows initiiert wurde und zu der Oppenhoff & Partner beigetragen hat.

Internet und Demokratie Das Internet fördert in den Augen seiner Nutzer die Demokratie. 61 Prozent der deutschen Internetnutzer sind aktuell der Meinung, das Internet trage zu mehr Demokratie bei. Das geht aus einer Erhebung im Auftrag des Hightech-Verbandes Bitkom hervor. "Das Internet bietet hervorragende Möglichkeiten, die politische Arbeit transparenter zu machen und breite Bevölkerungsschichten einzubeziehen", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. "In vielen Ländern ist das Web sogar zu einer wichtigen Voraussetzung geworden, um demokratische Strukturen überhaupt erst auf den Weg zu bringen."

Rechtswesen vernachlässigt Informationssicherheit Unternehmen im Bereich Rechtsberatung wie zum Beispiel Anwaltskanzleien gehen im Vergleich mit anderen Branchen am nachlässigsten mit ihren Informationen um. Bei einer aktuellen europaweiten Studie von Iron Mountain und PwC zum Umgang mittelständischer Unternehmen mit Informationen landeten sie auf dem letzten Platz hinter Finanzdienstleistern, Versicherungen, produzierenden Unternehmen und der Pharmaindustrie. 42 Prozent der Kanzleien in Europa wissen nicht einmal, ob ihnen in den vergangenen drei Jahren Daten abhanden gekommen sind. Viele überprüfen auch nicht, ob ihre Mitarbeiter überhaupt Maßnahmen für eine höhere Informationssicherheit ergreifen. Mit der Studie wurde auch der europaweit erste europäische Vergleichsindex (Information Risk Maturity Index) erstellt, mit dem Unternehmen ermitteln können, ob sie angemessen auf Informationsrisiken vorbereitet sind.

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Handlungsbedarf beim Risikomanagement Maßnahmen zur Vermeidung von Betrug