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Zusammenbrüche von Kreditinstituten vermieden


Zwischenbilanz der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung: Deutsche Bankenrettung im internationalen Vergleich erfolgreich
Ende Dezember 2010 haben neun Banken Garantien des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) in Höhe von 64 Mrd. Euro in Anspruch genommen


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(08.02.11) - Die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) wurde im Oktober 2008 auf dem Höhepunkt der Finanzkrise errichtet. Das Restrukturierungsgesetz, welches zum Beginn des Jahres 2011 in Kraft trat, bedeutet eine Zäsur im Tätigkeitsfeld der FMSA vom Retten und Stabilisieren hin zum Restrukturieren. Künftig stehen neue Instrumente zur Verfügung, um systemrelevante Banken zu sanieren und zu restrukturieren.

Dabei stellt das neue Gesetz eine logische Weiterentwicklung der bisherigen Instrumente dar. War bisher die Annahme von Hilfsmaßnahmen ins Ermessen der Institute gestellt, können in Zukunft Restrukturierungsmaßnahmen von der Bankenaufsicht angeordnet werden. Mit der Bankenabgabe wird der Bankensektor zudem künftig an den Kosten einer möglichen Krise beteiligt. Somit sind Konstellationen ausgeschlossen, bei denen der Staat – letztlich zu Lasten des Steuerzahlers – nur reagieren, nicht aber rechtzeitig gestalten kann.

In den zwei zurückliegenden Jahren hat die FMSA im Zusammenspiel mit der Bundesregierung sowie weiteren beteiligten Institutionen einen maßgeblichen Beitrag geleistet, um die Folgen der Finanzkrise für die Finanzmärkte und damit indirekt für die Kreditversorgung der Realwirtschaft abzumildern. Um dieses Ziel zu erreichen, war es notwendig, einzelne systemrelevante Banken mit Eigenkapital und Garantien zu stützen bzw. im Falle der HRE vollständig zu übernehmen. Dies war ein politischer und finanzieller Kraftakt, der auch mit erheblichen Belastungen und Risiken für den Steuerzahler verbunden war. Doch nur so konnten wesentlich höhere Kosten für die Allgemeinheit vermieden werden.

Ende Dezember 2010 haben neun Banken Garantien des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) in Höhe von 64 Mrd. Euro in Anspruch genommen. Auf dem Höchststand Anfang Oktober 2010 beliefen sich die an diese Institute gewährten Garantien noch auf 174 Mrd. Euro. Darüber hinaus unterstützt der SoFFin aktuell vier Banken mit Eigenkapital in Höhe von insgesamt 29 Mrd. Euro.

Seit der Novellierung des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes im Juli 2009 konnten Banken zusätzlich Abwicklungsanstalten nutzen, um ihre Bilanzen zu entlasten. Auf diese Weise wurden die WestLB und die HRE stabilisiert. Zusätzlich haben auch die Bundesländer Banken mit Hilfe von Eigenkapital und Garantien unterstützt.

Der SoFFin und die Bundesländer stellten den deutschen Banken einen Hilfsrahmen in Höhe von ca. 21 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bereit. Damit liegt Deutschland nach einer Studie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich vom Juli 2009 etwa gleichauf mit Frankreich oder den USA. Ende 2009 stand diesem Hilfsvolumen ein Aufwand des SoFFin von 4,2 Mrd. Euro oder 0,2 Prozent des BIP gegenüber. Im internationalen Vergleich ist der Aufwand für die Bankenstabilisierung in Deutschland moderat. Zum Beispiel übersteigen in den USA allein die Belastungen für die mittlerweile verstaatlichten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac den deutschen Aufwand um ein Vielfaches.

Eine abschließende Beurteilung der tatsächlich angefallenen Kosten der Rettungsprogramme wird erst nach Auslaufen aller Rettungsmaßnahmen möglich sein. Ein bloßer Vergleich der Kosten würde aber zu kurz greifen. In Deutschland gelang die Stabilisierung, anders als in anderen Staaten, ohne einen Bank-Run, ohne eine Überlastung des Staates und ohne soziale Verwerfungen. Auch Zusammenbrüche von Kreditinstituten konnten vermieden werden.

Nach dem Rezessionsjahr 2009 erholte sich die deutsche Wirtschaft in beeindruckender Schnelligkeit. Im Jahr 2010 betrug nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes das reale Wirtschaftswachstum 3,6 Prozent des BIP – eine noch vor einem Jahr unvorstellbare konjunkturelle Dynamik. Stärker als der Wachstumsbeitrag der Nettoexporte schlägt die günstige Entwicklung der Inlandsnachfrage zu Buche. Zur Stärkung der binnenwirtschaftlichen Wachstumskräfte hat nicht zuletzt die erfolgreiche Stabilisierung des Finanzmarktes in Deutschland beigetragen. (Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung: ra)

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Meldungen: Markt-Nachrichten

Transparenz der Zahlungsströme Die Organisationen Transparency International Deutschland, ONE, Global Witness, Misereor sowie Brot für die Welt und das Global Policy Forum Europe erwarten von der Bundesregierung, den Widerstand gegen verbindliche Transparenzstandards im Rohstoffsektor aufzugeben. Um die negativen Auswirkungen der Ausbeutung mineralischer und fossiler Rohstoffe zu mindern, sollen Unternehmen Zahlungen an Regierungen rohstoffreicher Länder für jede Mine und jedes andere Projekt offenlegen. Dieser Vorschlag der EU-Kommission werde von einer anfänglichen Positionierung des Europäischen Parlaments nun unterstützt. Deutschland sei daher mit seiner ablehnenden Haltung auf europäischer Ebene einen Schritt weiter in die Isolation geraten.

Kritik: Änderung von § 19a Absatz 5 Parteiengesetz Die Piratenpartei hat beim Bundesverfassungsgericht eine Organklage gegen die 2011 beschlossene Änderung der staatlichen Parteienfinanzierung eingereicht. Bereits die alten Regelungen des Parteiengesetzes seien nach Ansicht der Piraten umstritten gewesen, da sie kleine und unterfinanzierte Parteien benachteiligt hätten. Die Ungleichbehandlung großer und kleiner Parteien werde mit den neuen Regelungen noch weiter verschärft. Nach Ansicht der Piraten stehen diese im klaren Widerspruch zu dem im Parteiengesetz verankerten Grundsatz, Parteien gemessen an ihrer gesellschaftlichen Bedeutung zu fördern.

Weniger staatlicher Zugriff auf Kundendaten Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat einer Verfassungsbeschwerde des Mitglieds der Piratenpartei Dr. Patrick Breyer gegen Regelungen zur Speicherung und Herausgabe von Kundendaten im Telekommunikationsgesetz teilweise stattgegeben. So wurden die eindeutige Identifizierung von Internetnutzern und die staatliche Abfrage von PINs und Passwörtern in der bisherigen Form für verfassungswidrig erklärt. Bislang konnten solche Zugriffscodes von Ermittlungsbehörden und anderen staatlichen Stellen selbst bei Verdacht einer Bagatellstraftat und ohne richterliche Genehmigung angefordert werden.

DTA-Verfahren wird abgeschaltet Nach einer Entscheidung des EU-Parlaments gilt ab Februar 2014 im Zahlungsverkehr des gesamten Euro-Raums der Single Euro Payment Area (SEPA). Sowohl Überweisungen als auch Lastschriften werden darüber abgewickelt. Das bisherige deutsche DTA-Verfahren wird abgeschaltet. Das hat Konsequenzen für Banken, Unternehmen und Verbraucher.

Handel startet Klimaschutzinitiative Acht große deutsche Handels- und Markenunternehmen (HSE24, KiK, Otto Group, QVC, Reno, s.Oliver, Tchibo und Tom Tailor) haben unter dem Schirm des Außenhandelsverbandes AVE eine Klimaschutzinitiative gestartet. Ziel ist es, in der weltweiten Lieferkette von Importprodukten jährlich mehrere Millionen Tonnen CO2 einzusparen. Die "Carbon Performance Improvement Initiative" (CPI2) wird vom Umweltbundesamt fachlich begleitet und von der DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH aus Mitteln des Programms "Klimapartnerschaften mit der Wirtschaft" des Bundesumweltministeriums (BMU) unterstützt.

Anspruch an eine wirksame Antikorruptionspolitik Die Antikorruptionsorganisation Transparency Deutschland hat den Nationalen Integritätsbericht Deutschland vorgestellt. Der Bericht untersucht den Stand der Korruptionsbekämpfung in der Bundesrepublik Deutschland. 13 Institutionen wurden danach bewertet, wie gut sie ausgestattet sind, ob sie Antikorruptionsmaßnahmen etabliert haben und inwieweit sie zur allgemeinen Korruptionsbekämpfung in Deutschland beitragen. Insgesamt wird Deutschland ein gutes bis sehr gutes Zeugnis zur Korruptionsprävention und -repression ausgestellt.

Informationsfreiheit beim Zensus 2011 Die Gruppe "11 gegen Zensus 11", eine Bürgerinitiative aus dem Umfeld des "Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung", hat nach eigenen Angaben am 11.11.2011 Klage vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt am Main gegen mehrere Landes- und Bundesstatistikbehörden erhoben, da diese - so die Ansicht der Bürgerinitiative - ihren datenschutzrechtlichen Verpflichtungen bezüglich des Auskunftsbegehrens über die von Mitgliedern der Gruppe erhobenen Daten nicht nachgekommen sind.

Arzneimittelanwendungen und Informationsfreiheit Transparency International Deutschland hat Klage auf Akteneinsicht nach dem Informationsfreiheitsgesetz gegen die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) erhoben. Mit der Klage will Transparency erreichen, Informationen zu Art und Umfang der durchgeführten Anwendungsbeobachtungen zu erhalten. Dazu gehören Informationen über verschriebene Medikamente, über die Anzahl der betroffenen Patienten, über die verschreibenden Ärzte, die an sie gezahlten Honorare und über eventuelle Missbrauchsfälle. Bisher habe sich die KBV geweigert, diese Informationen offenzulegen.

Auch der Kunde eines Dienstleisters kann haften Ein Ingenieurbüro aus Rheinland-Pfalz hat erfolglos versucht, die Haftung für unlizenzierte Software auf seinen Arbeitsplätzen an seinen IT-Dienstleister auszulagern. Nach langem Rechtsstreit zahlte das inhabergeführte Unternehmen nun 45.000 Euro Schadensersatz an die Business Software Alliance und ihre Mitglieder. Der Dienstleister, der dubiose Lizenzen über eBay bezogen und die Software auf den Computern des Ingenieurbüros installiert hatte, zahlte weitere 15.000 Euro. Zusätzlich wurde er deswegen in einem Strafverfahren zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. Darauf wies jetzt die Business Software Alliance (BSA) hin.

Wo bleibt Transparenz und vollständige Aufklärung? Transparency International Deutschland hat die Teilnahme ihrer Vorsitzenden, Prof. Dr. Edda Müller, am Neujahrsempfang des Bundespräsidenten für Repräsentanten des öffentlichen Lebens abgesagt. Der Neujahrsempfang fand am Donnerstag, den 12.01.2012, in Schloss Bellevue statt. Transparency Deutschland wird seit mehreren Jahren zu diesem Empfang eingeladen und war bisher stets durch die Vorsitzende vertreten.

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Irreführung von Verbrauchern unterbinden Gesundheitsberatung ist Vertrauenssache