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Soziale Verantwortung der Unternehmen


Bayern Justizministerin Dr. Merk äußert sich anlässlich der Veröffentlichung des Grünbuchs zum Europäischen Corporate Governance-Rahmen: "Unternehmen müssen verantwortungsbewußt wirtschaften"
Deutscher Corporate Governance Kodex: Viele Normen stehen nur auf dem Papier, kommen aber nicht zur Anwendung


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(28.04.11) - Bayerns Justiz- und Verbraucherministerin Dr. Beate Merk begrüßt, dass sich die Europäische Kommission mit dem neuen Grünbuch so entschieden dem Thema Corporate Governance widmet. Merk erklärte: "Unternehmen haben eine soziale Verantwortung und sollen deshalb zu nachhaltigem Handeln verpflichtet werden. Auch gesamtwirtschaftlich hat dies Vorteile: Kurzfristiges Gewinnstreben unter Eingehung großer Risiken ist mit dem Ziel eines stabilen Europäischen Binnenmarktes nicht in Einklang zu bringen."

Das Grünbuch zum Europäischen Corporate Governance-Rahmen zeige, dass die Bundesrepublik Deutschland im Normbereich ihre Hausaufgaben gemacht hat. Viele der dort angesprochenen Probleme wären in Deutschland bereits angegangen worden. Die vielfältige Zusammensetzung des Aufsichtsrates und des Vorstandes sei ein zentraler Punkt des Deutschen Corporate Governance Kodex. Auch die Offenlegung der bezogenen Vergütungen sei dort längst enthalten.

Merk betonte aber auch: "Es muss allerdings genau untersucht werden, ob die jeweiligen Regelungswerke auch greifen. Denn wir haben noch ein Durchsetzungsproblem. Viele Normen stehen nur auf dem Papier, kommen aber nicht zur Anwendung. Der 'Geist' mancher Gesetze ist in Teilen der Wirtschaft nicht angekommen."

Die Einhaltung des Corporate Governance Kodex betrifft vor allem die Belange des jeweiligen Unternehmens und seiner Aktionäre. Hier hat der Aufsichtsrat Überwachungsfunktion.

Merk sagte abschließend: "Solides Wirtschaften steht nicht im Belieben der Unternehmen, sondern ist Teil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Misswirtschaft und rücksichtsloses Gewinnstreben dürfen nicht belohnt werden. Risiko und Verantwortung müssen zusammengeführt werden." (Bayerisches Justizministerium: ra)

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Leseproben der ZCG

02.05.12 - Ausgewählte Aspekte der Vorstandsvergütung: "Say-on-Pay"-Abstimmungen während der Hauptversammlung

20.04.12 - Clinical Corporate Governance als Element der Sozialen Governance - Abgrenzung, involvierte Stakeholder und Konzeption

19.04.12 - Good Governance als sinnvolles Instrument zur Wahrung von Eigentümerinteressen

11.04.12 - Corporate-Governance-Strukturen in Familienunternehmen und der Einsatz von Controlling

15.03.12 - Vergütungsansprüche des Abschlussprüfers auch bei Befangenheit?

06.03.12 - Frauen in Führungspositionen börsennotierter deutscher Gesellschaften

01.03.12 - Die Rolle des Aufsichtsrats im Rahmen einer nachhaltigen Unternehmensführung

15.02.12 - Forensic Economics, Finance & Accounting: Erweiterung bzw. Durchsetzung von Corporate Governance im Hinblick auf wirtschaftskriminelle Handlungen

01.02.12 - Risikomanagementprüfung durch Aufsichtsrat und Abschlussprüfer als Element der Corporate Governance

19.01.12 - Insolvenzverwalter kontra Aufsichtsrat: Die BGH-Entscheidung vom 09.06.2011 und ihre Bedeutung für die Praxis

19.01.12 - UK Stewardship Code: Verhaltenskodex mit Vorbildfunktion für Deutschland? - Wohlverhaltensregeln für institutionelle Investoren auf dem Prüfstand

19.01.12 - Bericht zum 65. Deutscher Betriebswirtschafter-Tag: Kapitaleinsatz im Rahmen der Unternehmenssteuerung

16.12.11 - Frauen in Top-Gremien öffentlicher Unternehmen - Ergebnisse der ersten repräsentativen Längsschnittstudie

30.11.11 - Vorstandsbezüge: Welche Vergütungssummen als angemessen betrachtet werden können und welche nicht, werden im Zweifelsfall die Gerichte entscheiden

15.11.11 - Corporate Governance als Erfolgsfaktor: Bericht zum DFTM-Kongress "Corporate Governance - Erfolgsfaktor gute Unternehmensführung" vom 20.6. und 1.7.2011

08.11.11 - Directors' Dealings im Kontext einer anreizkompatiblen Managementvergütung

24.10.11 - Beiräte als Element von Corporate und Family Governance

29.09.11 - Ausrichtung der Unternehmensführung auf nachhaltige Wertschöpfung

15.09.11 - Erbringung von Nichtprüfungsleistungen durch Prüfungsgesellschaften? - Anmerkungen zum Grünbuch der Europäischen Kommission zur Abschlussprüfung

06.09.11 - Treuepflicht des Vorstands - Räuberische Aktionäre und Umsatzsteuerpflicht - Klagebefugnis nach Squeeze-Out - Sonderzahlung an stille Gesellschafter

22.08.11 - Die Übertragung von Corporate-Governance-Modellen auf Nonprofit-Organisationen - Möglichkeiten und Grenzen

19.08.11 - Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung in börsennotierten Unternehmen

11.08.11 - Die Überwachung des Vorstands börsennotierter Aktiengesellschaften

18.07.11 - Corporate Social Responsibility im Zeichen der Ressourcenknappheit: Bericht vom 7. Deutschen CSR-Forum am 5./6.4.2011 in Stuttgart

05.07.11 - Governance, Risk & Compliance im mittelständischen Unternehmenssektor - Realisierung und Umsetzungshinweise zur Nutzung von Verbesserungspotentialen

20.06.11 - Praxiserfahrungen zur Umsetzung von Diversity-Anforderungen im Rahmen der Besetzung des Aufsichtsratsgremiums

14.06.11 - Bedeutung und Attraktivität der Erklärung zur Unternehmensführung

26.05.11 - Zwecke und Adressatenorientierung der Rechnungslegung: Empirische Analyse zur Bedeutung der mit dem Jahresabschluss verfolgten Ziele aus der Sicht mittelständischer Unternehmen

17.05.11 - Prüfung und Publizität von Risikomanagementsystemen bei mittelständischen Kapitalgesellschaften

12.05.11 - Für die AG geltende Einschränkungen der Auskunftsrechte sind auf die Publikums KG nicht anwendbar

02.05.11 - Warum Geschäftsleiter für die Beurteilung der Informationsgrundlage von Prognosen ein regelbasiertes Verfahren benötigen

14.04.11 - Die Wirkungen des DCGK aus Investorenperspektive: Ergebnisse einer Studie

07.04.11 - Eine Analyse der Befolgung des DCGK durch inhabengeführte Unternehmen im Vergleich zu den DAX-Unternehmen

01.04.11 - Unternehmensüberwachung: Umsetzung der Anforderungen aus § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG

24.03.11 - Rechtsprechungsreport: Aktuelle Rechtsprechung zur Corporate Governance

21.03.11 - "Sachkunde" von Aufsichtsratsmitgliedern im Spannungsfeld zwischen Aufsichtsrecht, Aktienrecht und DCGK

08.03.11 - Spezifische Corporate-Governance-Strukturen in familiengeführten Privatbanken

01.03.11 - Ein Anreizsystem fördert dann illegales Verhalten, wenn die formulierten Ziele nur schwer unter legalen Mitteln zu erreichen sind

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Meldungen: Markt / Hintergrund

Gibt es im Baubereich eine "Parallel-Justiz"? Am 11. und 12. Mai 2012 kommen Baujuristen aus Justiz, Verwaltung, Wissenschaft und Anwaltschaft zum 4. Baugerichtstag in Hamm zusammen. Dort diskutieren sie über aktuelle baurechtspolitische Themen und erarbeiten Resolutionen mit dem Ziel, die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Bauen zu verbessern.

Immer wichtig: Verschlüsselung vertraulicher Daten Ein verlorener Laptop stellt ebenso wie ein abhandengekommener USB-Stick oder ein Hacker-Angriff einen Datenschutzverstoß dar. Ein erfolgreicher Datenschutzvorfall bringt enorme finanzielle Risiken mit sich: für das Unternehmen, die Betroffenen, aber auch für Lieferanten und Kunden.

Compliance-Risiken in Joint Ventures Bei der Eingehung von internationalen Kooperationen sehen sich Unternehmen neuen Korruptionsrisiken ausgesetzt. "Die klassische Bestechung hat ausgedient, neue und subtilere Formen der verdeckten Bestechung sind auf dem Vormarsch", sagte Prof. Dr. Thomas Klindt auf dem Noerr Compliance Day, zu dem jetzt der Leiter der Noerr Compliance Group rund 200 Fachleute aus dem In- und Ausland begrüßen konnte. Thematisch im Mittelpunkt standen die vielfältigen Compliance-Risiken in Joint Ventures - nach dem Iran-Embargo der EU auch drängende Fragen zur Abwicklung von mit iranischen Partnern geschlossenen Verträgen.

Zahlungsprozesse SEPA-konform gestalten Die Umstellung auf SEPA (Single European Payment Area) wird grundlegend in die Zahlungs- und Abrechnungsprozesse der Unternehmen eingreifen. Innerhalb der nächsten zwei Jahre müssen alle Zahlungsprozesse SEPA-konform gestaltet werden. Die Managementberatung Mücke, Sturm & Company hat analysiert, welche Prozesse entlang des Kundenlebenszyklus zwingend überarbeitet und angepasst werden müssen, um die SEPA-Anforderungen in den operativen Betrieb zu überführen. "Der Umstellungsaufwand wird in der Wirtschaft kritisch gesehen, er bietet aber gleichzeitig die Chance, lang gewünschte Systemanforderungen innerhalb des Umstellungsprozesses endlich zu realisieren", macht Michael Kaut, Partner bei Mücke, Sturm & Company, deutlich.

Betrüger: Anrufe angeblicher Verbraucherschützer "Wir müssen immer dreister werdenden Telefonabzockern endlich das Handwerk legen", forderte Bayerns Verbraucherschutzministerin Dr. Beate Merk. "Ich fordere deshalb die Einführung der so genannten Bestätigungslösung. Das heißt: Eine Zahlungspflicht kommt auf einen Werbeanruf hin nur zustande, wenn der Kunde den Vertragsschluss nachher schriftlich bestätigt. Nur so können wir den Verbraucher noch effektiver gegen unerlaubte Telefonwerbung und unbeabsichtigte mündlich geschlossene Verträge am Telefon schützen."

Spürbare Kostensenkung beim Rechnungsversand Seit dem Inkrafttreten des Steuervereinfachungsgesetz am 1. Juli 2011 planen viele Unternehmen ihre Fakturierungsprozesse nachhaltig zu verschlanken und gleichzeitig die Prozesskosten signifikant zu senken. Zu verdanken ist dies einem Aspekt des Gesetzes, der in der öffentlichen Diskussion seinerzeit nur wenig Beachtung fand: Rechnungen, die auf elektronischem Wege übermittelt werden, sind denen, die per klassischer Briefpost zugestellt werden, gleichgestellt. darauf weist das Unternehmen retarus hin.

EU-Ausschuss entscheidet Ende April über Basel III Kleine und mittelständische Hightech-Unternehmen könnten bald schwieriger an Kredite kommen. Grund sind die strengen Vorgaben für Banken, die nach dem Abkommen "Basel III" jetzt in europäisches Recht umgesetzt werden sollen. Das befürchtet der Bitkom und fordert eine Überarbeitung der regulatorischen Compliance-Anforderungen. "Ohne weitere Anpassungen beschränken die Basel-III-Vorgaben den Spielraum für Banken bei der Kreditvergabe an kleine und mittelständische Unternehmen und verteuern solche Kredite", sagt Heinz Paul Bonn, Bitkom-Vizepräsident und Mittelstandsbeauftragter.

Vorratsdatenspeicherung in Polen Die polnischen Behörden hätten laut Angaben der Piratenpartei im vergangenen Jahr 1.856.888 Mal die Vorratsdaten der Bürger abgefragt. Bei einer Bevölkerung von 38,5 Millionen Menschen sei somit bereits jeder zwanzigste Bürger direkt durch eine Abfrage betroffen gewesen. Die Zahlen würden deutlich machen, dass die Möglichkeit, Datensammlungen durchführen zu können, auch zu steigenden Begehrlichkeiten bezüglich des Zugriffs durch die Behörden führe.

Zeitnahe Betriebsprüfung: Vor- und Nachteile Erstmals werden bundesweit einheitliche Rahmenbedingungen für eine zeitnahe Betriebsprüfung verbindlich festgelegt. Die Betriebsprüfung kann nur für die Prüfungszeiträume durchgeführt werden, zu denen dem Finanzamt vollständige Steuererklärungen vorliegen. Gegenwartsnah ist eine zeitnahe Betriebsprüfung nur, wenn die anfängliche Bereitschaft von Unternehmen und Finanzbehörde zu Effizienz und Kooperation während der gesamten Prüfungsdauer aufrecht erhalten und aktiv in der Praxis umgesetzt wird.

Mehr Rechtsschutz bei Bestellungen im Internet Bayerns Verbraucher können sich seit dem 2. April 2012 an eine Online-Schlichtungsstelle wenden, wenn es bei einer Bestellung im Internet Probleme gibt und sie sich mit dem beteiligten Unternehmen nicht einigen können. Das internetgestützte Schlichtungsverfahren unter www.online-schlichter.de steht dank der Förderung des Bayerischen Justiz- und Verbraucherschutzministeriums nun auch für Bayern kostenlos zur Verfügung.

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Beseitigungsverbot der Cross Compliance Letzte Vorbereitungen für den Zensus 2011