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Weitverbreitete Nutzung von E-Government


Nutzung von IKT in Unternehmen in 2011: Nahezu die Hälfte der Unternehmen in der EU27 nutzte 2011 eine mobile Breitbandverbindung zum Internet
Eurostat: Größte Anteile an Unternehmen mit mobiler Breitbandverbindung zum Internet in Finnland, Schweden und Österreich


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(10.01.12) - Unternehmen in der EU27 nutzen das Internet für verschiedene Zwecke, unter anderem um Informationen auf einer Webseite bereitzustellen, um Kunden die Möglichkeit zum Einkaufen im Internet zu bieten oder um mit Behörden zu kommunizieren. Im Januar 2011 hatten 95 Prozent der Unternehmen in der EU27 Zugang zum Internet. Der Anteil der Unternehmen, die mittels einer fest eingerichteten Breitbandverbindung auf das Internet zugriffen, erhöhte sich leicht von 84 Prozent in 2010 auf 87 Prozent in 2011. Demgegenüber stieg die Nutzung mobiler Breitbandverbindungen von Unternehmen in der EU27 im selben Zeitraum deutlich an, von 27 Prozent auf 47 Prozent.

Im Jahr 2010 nutzte die Mehrzahl der Unternehmen in der EU27 das Internet für die Kommunikation mit Behörden (E-Government): 74 Prozent der Unternehmen fragten Informationen von Behörden-Webseiten ab und 69 Prozent schickten ausgefüllte Formulare auf elektronischem Weg zurück.

Diese Daten stammen von einem Bericht, der von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, herausgegeben wird, und sind Teil der Ergebnisse einer Erhebung über die Nutzung von IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie) und E-Commerce in Unternehmen, die Anfang 2011 in den EU27 Mitgliedstaaten, Norwegen und Kroatien durchgeführt wurde und einen besonderen Schwerpunkt auf Internetnutzung für die Kommunikation mit Behörden legt.

Größte Anteile an Unternehmen mit mobiler Breitbandverbindung zum Internet in Finnland, Schweden und Österreich
Der Anteil der Unternehmen mit Internetzugang und ortsfester Breitbandverbindung war im Januar 2011 in fast allen EU27-Mitgliedstaaten hoch. Der Anteil der Unternehmen, die über eine mobile Breitbandverbindung verfügen, um auf das Internet zuzugreifen, erhöhte sich zwischen 2010 und 2011 in allen Mitgliedstaaten. Die höchsten Anstiege wurden in Estland (von 9 Prozent in 2010 auf 48 Prozent in 2011), Deutschland (von 22 Prozent auf 57 Prozent), Griechenland (von 6 Prozent auf 38 Prozent) und Frankreich (von 28 Prozent auf 60 Prozent) verzeichnet. Die höchsten Anteile von Unternehmen mit mobiler Breitbandverbindung gab es 2011 in Finnland (77 Prozent), Schweden (67 Prozent) und Österreich (65 Prozent) und die niedrigsten in Rumänien (15 Prozent), Lettland (23 Prozent) und Polen (24 Prozent).

Informationsabfrage von Behörden-Webseiten ist bei Unternehmen in der EU weit verbreitet
Mehr als 90 Prozent aller Unternehmen in der Slowakei (94 Prozent), Litauen und Finnland (je 92 Prozent) sowie Schweden (91 Prozent) berichteten, dass sie das Internet im Jahr 2010 nutzten, um Informationen von Behörden-Webseiten abzufragen, während es in Rumänien (47 Prozent) und in den Niederlanden (48 Prozent) weniger als die Hälfte der Unternehmen waren. Andererseits gaben 97 Prozent der Unternehmen in den Niederlanden an, dass sie das Internet im Jahr 2010 nutzten, um ausgefüllte Formulare auf elektronischem Weg an Behörden zurückzuschicken, gefolgt von 93 Prozent der Unternehmen in Litauen und 87 Prozent in Griechenland, Polen und Finnland. In Italien und Rumänien (je 39 Prozent) sowie in Zypern (40 Prozent) war es bei Unternehmen weniger üblich, das Internet zur Rücksendung ausgefüllte Formulare zu nutzen.

Weniger als 20 Prozent der Unternehmen in der EU haben eine Webseite mit Online-Bestellmöglichkeit
Im Januar 2011 hatten 69 Prozent der Unternehmen in der EU27 eine Webseite, verglichen mit 62 Prozent im Jahr 2006. Während 17 Prozent der Unternehmen über eine Webseite mit einer Online Bestell-, Buchungs- oder Reservierungsmöglichkeit verfügten, dies entspricht einem Viertel aller Unternehmen mit einer Webseite, hatte die Mehrheit der Unternehmen in der EU27 eine Webseite, die hauptsächlich zu Informationszwecken diente.

Der Anteil der Unternehmen mit einer Webseite unterscheidet sich deutlich zwischen den Mitgliedstaaten. Im Januar 2011 wurden die höchsten Anteile von Unternehmen mit einer Webseite in den nordischen Mitgliedstaaten Finnland (93 Prozent aller Unternehmen), Dänemark und Schweden (je 89 Prozent) verzeichnet und die niedrigsten Anteile in Rumänien (34 Prozent) und Bulgarien (45 Prozent). In allen Mitgliedstaaten diente die Webseite der Unternehmen vorwiegend zur Bereitstellung von Informationen und weniger dazu Online Einkaufsmöglichkeiten anzubieten. Der Anteil der Unternehmen, die über eine Webseite mit einer Online Bestellungs-, Buchungs- oder Reservierungsmöglichkeit verfügten, reichte von 9 Prozent in Zypern und Portugal bis 33 Prozent in der Tschechischen Republik.

In der Erhebung wurden Unternehmen mit mindestens 10 Beschäftigten in folgenden Wirtschaftszweigen erfasst: Verarbeitendes Gewerbe, Energieversorgung, Wasserversorgung, Baugewerbe, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, Verkehr und Lagerei, Gastgewerbe/Beherbergung und Gastronomie, Information und Kommunikation, Grundstücks- und Wohnungswesen, Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, Reparatur von Datenverarbeitungsgeräten und Telekommunikationsgütern.

Behörden nehmen sowohl öffentliche Dienste als auch Verwaltungsaufgaben wahr, z.B. in Bezug auf Steuern, Zoll, Gewerbeanmeldungen, Sozialversicherung, öffentliche Gesundheit, Umwelt und Gemeindeverwaltung. Es können Behörden auf lokaler, regionaler oder staatlicher Ebene sein. Der Fragebogen 2011 zu "IKT Nutzung und E-Commerce in Unternehmen" beinhaltet eine Reihe von speziellen Fragen zur Kommunikation von Unternehmen mit Behörden (E-Government). Die Erhebung von Statistiken zu E-Government werden im Rahmen des "Digital Agenda Scoreboard" gefordert. Für weitere Informationen zur Digitalen Agenda für Europa siehe

http://ec.europa.eu/information_society/digital-agenda/index_en.htm

Feste Breitbandverbindung bezieht sich auf ortsfeste Internetverbindungen, bei denen Breitbandfrequenzen zur Verfügung stehen, um Daten zu verschicken, bspw. eine DSL Verbindung. Mobile Breitbandverbindung bezieht sich auf Internetverbindungen, die mittels eines leistungsstarken Mobilfunknetzes hergestellt werden, bspw. mittels eines tragbaren Rechners unter Verwendung eines 3G Modems oder 3G Mobilgerätes.

Elektronische Rücksendung von ausgefüllten Formularen bezieht sich z.B. auf Zoll- oder Steuererklärungen
Eurostat, Statistik kurz gefasst 65/2011 "ICT usage in enterprises 2011". Kostenlos im PDF-Format von der Eurostat-Webseite verfügbar. Nur in englischer Sprache. Der vollständige Datensatz ist im themenbezogenen Abschnitt zu finden: http://ec.europa.eu/eurostat/ict unter der Rubrik "Daten", "Komplette Datenbank". Es muss erwähnt werden, dass die Daten auf der Eurostat-Webseite nach dem Jahr, in welchem die Erhebung stattgefunden hat, gruppiert sind. (Eurostat: ra)

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Meldungen: EU und Europa

PSI: Schutzmaßnahmen für den Datenschutz Der Europäische Datenschutzbeauftragte (EDSB) hat seine Stellungnahme zum Maßnahmenpaket der Europäischen Kommission zu offenen Daten angenommen. Dieses Paket beinhaltet eine Reihe von Maßnahmen zur Erleichterung einer breiteren und innovativen Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors (public sector information, PSI). Die Stellungnahme betont den Bedarf an spezifischen Schutzmaßnahmen für den Datenschutz, wenn PSI personenbezogenen Daten beinhalten. Sie empfiehlt, dass öffentliche Stellen einen "pro-aktiven Ansatz" wählen sollten, wenn sie personenbezogene Daten für weitergehende Nutzungen bereitstellen. Dies würde, unter Berücksichtigung von Schutzvorschriften und Bedingungen, ermöglichen, auf Einzelfallbasis Daten im Einklang mit den Datenschutzregeln öffentlich zugänglich zu machen.

Bewertungen des Finanzbedarfs von KMU Der Europäische Rechnungshof (EuRH) gelangt in seinem Sonderbericht Nr. 2/2012 zu der Schlussfolgerung, dass Wirksamkeit und Effizienz der im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) getätigten Ausgaben für Finanzinstrumente zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) beeinträchtigt wurden, weil der verordnungsrechtliche Rahmen keine angemessene Grundlage für den Einsatz der verschiedenen Arten von Finanzinstrumenten bot. In vielen Fällen erreichten die Mittel die begünstigten KMU erst nach beträchtlichen Verzögerungen. Außerdem waren die geförderten Maßnahmen im Hinblick auf die Einwerbung privater Investitionen unwirksam. Wenn Bewertungen des Finanzbedarfs von KMU überhaupt vorgenommen wurden, wiesen sie gravierende Mängel auf. Überdies wurden einigen begünstigten KMU von den eingeschalteten Finanzintermediären ungerechtfertigte Verwaltungskosten in Rechnung gestellt.

Bessere Informationen & Hilfestellung am Flughafen Fluggesellschaften sollen festsitzenden Passagieren klare Informationen und unmittelbare Hilfeleistungen zukommen lassen, heißt es in der verabschiedeten Entschließung des Parlaments. Die Abgeordneten rufen die Kommission auf, Ansprüche der Passagiere auf Assistenz- und Kompensationsleistungen im Fall von Flugannullierungen oder -verspätungen sowie bei über sechsstündigen Verspätungen von Gepäck eindeutig zu regeln.

Handel mit Derivaten wird rigoros geregelt Eine neue Verordnung, die den außerbörslichen Derivatehandel sicherer und transparenter machen soll, wurde am Donnerstag vom Parlament mit überwältigender Mehrheit verabschiedet. Der Handel mit Derivaten gilt als einer der Hauptauslöser der weltweiten Finanzkrise. Rat und Parlament haben sich schon am 9. Februar auf den Verordnungsentwurf geeinigt. Der Entwurf sieht vor, dass außerbörsliche oder OCT-Derivate über als zentrale Kontrahenten (Gegenparteien) fungierende Clearinghäuser (CCP) abgewickelt werden müssen, um das Risiko eines einseitigen Kreditausfalls für Anleger zu verringern.

Reform der EU-Regeln zum Datenschutz Der Europäische Datenschutzbeauftragte (EDSB) hat seine Stellungnahme zu dem Paket von Vorschlägen für eine Reform der EU-Regeln zum Datenschutz abgegeben. Das Paket wurde von der Europäischen Kommission am 25. Januar 2012 angenommen und enthält eine Verordnung mit allgemeinen Regeln zum Datenschutz sowie eine Richtlinie mit speziellen Datenschutzregeln für den Bereich der Strafverfolgung.

ACTA-Ratifizierung verweigern Rund 2,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger aus nahezu allen Staaten der Welt haben eine Petition an das Europäische Parlament unterzeichnet und damit ihren Unwillen gegen ACTA ausgedrückt. Die Petition fordert die Europa-Abgeordneten auf, "zu einem offenen und freien Internet zu stehen und die Ratifizierung des Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) zu verweigern."

Gesellschaftsrecht und Rechtssicherheit Die Europäische Kommission hat eine eingehende Konsultation zur Zukunft des europäischen Gesellschaftsrechts eingeleitet. Europa braucht einen gesellschaftsrechtlichen Rahmen, der den aktuellen gesellschaftlichen Anforderungen und neuen Entwicklungen im wirtschaftlichen Umfeld gerecht wird. Das Gesellschaftsrecht der EU war für die Schaffung des Binnenmarkts von zentraler Bedeutung. Jetzt sollte jedoch überprüft werden, ob der bestehende Rechtsrahmen noch den aktuellen Erfordernissen entspricht. Die Kommission hat daher im Internet ein Konsultationspapier veröffentlicht, um Stellungnahmen aller beteiligten Akteure einzuholen. Die Frist für die Einreichung von Beiträgen endet am 14. Mai 2012.

Reform des Finanzsektors und Datenschutz Der Europäische Datenschutzbeauftragte (EDSB) hat ein Paket von vier Stellungnahmen zu Kommissionsvorschlägen zur Reform des Finanzsektors in der EU vorgelegt. Die vier Vorschläge betreffen allesamt die Überwachung von Finanzdaten, was erhebliche Auswirkungen auf das Grundrecht auf Datenschutz hat.

Steuer auf alle Währungstransaktionen Der Ausschuss der Regionen (AdR) drängt auf das rasche Inkrafttreten der EU-Richtlinie über das gemeinsame Finanztransaktionssteuersystem (FTS), ggf. im Zuge des Instruments der verstärkten Zusammenarbeit zumindest in der Eurozone.

Regieren in einem Mehrebenensystem Die aktuelle Krise Europas, die zugleich eine Finanzkrise und eine Vertrauenskrise in seine Institutionen ist, ist ein Grund mehr, das Regieren in einem Mehrebenensystem in den Mitgliedstaaten Realität werden zu lassen. Eine bessere Teilhabe der Regionen und Städte an der Erarbeitung, Durchführung und Bewertung von EU-Maßnahmen, die für sie bedeutsam sind, ist das Fundament für den Erfolg der Maßnahmen. Das erklärten die Mitglieder des Ausschusses der Regionen auf ihrer Plenartagung in Brüssel bei der einstimmigen Verabschiedung der Stellungnahme von Luc Van den Brande (BE/EVP), Präsident des Verbindungsbüros Flandern-Europa.

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Auswirkungen ihrer Beihilfenkontrolle 15-jährige Aufbewahrungsfrist ist übertrieben