Textversion
Wer bietet was Recht Markt Produkte Services Whitepapers Fachartikel Compliance-Kiosk Schwerpunkte Branchen Videothek Schulungen Literatur Governance Webinare Compliance-Lexikon Success Stories Specials Security-Telegramm SaaS / Cloud-Telegramm Compliance-Archiv Security & Safety
Home Recht EU & Europa

Recht


Bundesnetzagentur Datenschutz und Compliance Deutschland EU & Europa Kartellrecht USA

Europäischer Gerichtshof Europäische Kommission Europäisches Parlament

Events / Veranstaltungen Datenschutzerklärung Newsletter Marktübersichten Stellenanzeigen - Jobsuche Compliance-Shop Shopping-Portal & Shopping Mall Impressum Kontakt: Pressemitteilungen Links RSS: Compliance-Magazin.de-News Feed abonnieren RSS: IT SecCity.de-News Feed abonnieren Geschäftsbedingungen Wichtiger Hinweis zu Rechtsthemen Compliance-Magazin für Mobile Devices Sitemap Suche Mediadaten

Grundrecht auf gute Verwaltung


Ombudsmann: Europäische Kommission reagiert negativ auf 30 Prozent der kritischen Anmerkungen
Die Anmerkungen des Ombudsmannes betrafen 2010 zum Beispiel ungerechtfertigte Weigerungen, Zugang zu Dokumenten zu gewähren, Probleme mit EU-Ausschreibungen oder die Verletzung des Anhörungsrechts


Anzeige

(19.12.11) - Der Europäische Ombudsmann, P. Nikiforos Diamandouros, hat in 78 Prozent der Fälle, in denen er 2010 Kritik oder Verbesserungsvorschläge geäußert hat, eine positive Antwort von den EU-Behörden erhalten. Er blieb jedoch besorgt über die hohe Anzahl an nicht zufriedenstellenden Antworten der Europäischen Kommission auf kritische Anmerkungen (10 von 33). Insgesamt sandte er 38 kritische Anmerkungen an die EU-Behörden, darunter die Kommission, das Europäische Parlament und andere EU-Agenturen und -Institutionen. Der Ombudsmann veröffentlichte jedoch auch sieben Fälle, in denen die Folgemaßnahmen zu seinen Anmerkungen vorbildlich waren. Dies sind die Ergebnisse einer neuen Studie über die Reaktionen der EU-Behörden auf kritische und weitere Anmerkungen des Ombudsmannes im Jahre 2010.

Die Anmerkungen des Ombudsmannes betrafen 2010 zum Beispiel ungerechtfertigte Weigerungen, Zugang zu Dokumenten zu gewähren, Probleme mit EU-Ausschreibungen oder die Verletzung des Anhörungsrechts. 2010 verfasste der Ombudsmann insgesamt 21 weitere Anmerkungen, von denen 20 zu positiven Antworten führten. Im Unterschied zu kritischen Anmerkungen basiert eine weitere Anmerkung nicht auf der Feststellung schlechter Verwaltungspraxis. Beide Arten von Anmerkungen dienen den EU-Behörden als Hilfestellung, ihre Dienstleistungen zu verbessern.

Konstruktive Antworten im Bereich EU-Ausschreibungen
In seiner vorherigen Studie hatte der Ombudsmann die defensive Haltung der EU-Behörden in Fällen kritisiert, in denen es um Ausschreibungen für EU-Programme und Projekte ging. Die diesjährige Studie enthält dagegen sehr konstruktive Folgemaßnahmen in solchen Fällen.

In einem der vorbildlichen Fälle ging es um eine belgische Firma, die eine Ausschreibung im Bereich EU-Hilfe für Bulgarien und Rumänien verloren hatte. Nach einer kritischen Anmerkung überdachte die Kommission ihre ursprüngliche Haltung und folgte dem Rat des Ombudsmannes, eine neue Ausschreibung zu starten.

Der Ombudsmann betonte in seiner Studie auch, er werde überwachen, wie die Kommission mit Unterauftragnehmern umgeht, um sicherzustellen, dass deren Grundrecht auf gute Verwaltung respektiert wird.

Kommission verweigert Dokumente über CO2- Ausstoß von PKW
Eine der unzureichenden Antworten betraf die Weigerung der Kommission, vollen Zugang zu Briefings für einen Kommissar zu gewähren, die im Zusammenhang mit dem Vorschlag, den CO2- Ausstoß von PKW zu reduzieren, erstellt wurden. Eine andere betraf die Weigerung des Europäischen Parlaments, konstruktiv auf einen Fall zu reagieren, in dem es um den doppelten Kinderzuschlag für das schwerbehinderte Kind eines Beamten ging.

Die Studie über Folgemaßnahmen nach kritischen und weiteren Anmerkungen finden Sie unter: http://www.ombudsman.europa.eu/en/cases/followups.faces
(Europäischer Ombutsmann: ra)

- Anzeigen -


Meldungen: EU und Europa

PSI: Schutzmaßnahmen für den Datenschutz Der Europäische Datenschutzbeauftragte (EDSB) hat seine Stellungnahme zum Maßnahmenpaket der Europäischen Kommission zu offenen Daten angenommen. Dieses Paket beinhaltet eine Reihe von Maßnahmen zur Erleichterung einer breiteren und innovativen Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors (public sector information, PSI). Die Stellungnahme betont den Bedarf an spezifischen Schutzmaßnahmen für den Datenschutz, wenn PSI personenbezogenen Daten beinhalten. Sie empfiehlt, dass öffentliche Stellen einen "pro-aktiven Ansatz" wählen sollten, wenn sie personenbezogene Daten für weitergehende Nutzungen bereitstellen. Dies würde, unter Berücksichtigung von Schutzvorschriften und Bedingungen, ermöglichen, auf Einzelfallbasis Daten im Einklang mit den Datenschutzregeln öffentlich zugänglich zu machen.

Bewertungen des Finanzbedarfs von KMU Der Europäische Rechnungshof (EuRH) gelangt in seinem Sonderbericht Nr. 2/2012 zu der Schlussfolgerung, dass Wirksamkeit und Effizienz der im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) getätigten Ausgaben für Finanzinstrumente zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) beeinträchtigt wurden, weil der verordnungsrechtliche Rahmen keine angemessene Grundlage für den Einsatz der verschiedenen Arten von Finanzinstrumenten bot. In vielen Fällen erreichten die Mittel die begünstigten KMU erst nach beträchtlichen Verzögerungen. Außerdem waren die geförderten Maßnahmen im Hinblick auf die Einwerbung privater Investitionen unwirksam. Wenn Bewertungen des Finanzbedarfs von KMU überhaupt vorgenommen wurden, wiesen sie gravierende Mängel auf. Überdies wurden einigen begünstigten KMU von den eingeschalteten Finanzintermediären ungerechtfertigte Verwaltungskosten in Rechnung gestellt.

Bessere Informationen & Hilfestellung am Flughafen Fluggesellschaften sollen festsitzenden Passagieren klare Informationen und unmittelbare Hilfeleistungen zukommen lassen, heißt es in der verabschiedeten Entschließung des Parlaments. Die Abgeordneten rufen die Kommission auf, Ansprüche der Passagiere auf Assistenz- und Kompensationsleistungen im Fall von Flugannullierungen oder -verspätungen sowie bei über sechsstündigen Verspätungen von Gepäck eindeutig zu regeln.

Handel mit Derivaten wird rigoros geregelt Eine neue Verordnung, die den außerbörslichen Derivatehandel sicherer und transparenter machen soll, wurde am Donnerstag vom Parlament mit überwältigender Mehrheit verabschiedet. Der Handel mit Derivaten gilt als einer der Hauptauslöser der weltweiten Finanzkrise. Rat und Parlament haben sich schon am 9. Februar auf den Verordnungsentwurf geeinigt. Der Entwurf sieht vor, dass außerbörsliche oder OCT-Derivate über als zentrale Kontrahenten (Gegenparteien) fungierende Clearinghäuser (CCP) abgewickelt werden müssen, um das Risiko eines einseitigen Kreditausfalls für Anleger zu verringern.

Reform der EU-Regeln zum Datenschutz Der Europäische Datenschutzbeauftragte (EDSB) hat seine Stellungnahme zu dem Paket von Vorschlägen für eine Reform der EU-Regeln zum Datenschutz abgegeben. Das Paket wurde von der Europäischen Kommission am 25. Januar 2012 angenommen und enthält eine Verordnung mit allgemeinen Regeln zum Datenschutz sowie eine Richtlinie mit speziellen Datenschutzregeln für den Bereich der Strafverfolgung.

ACTA-Ratifizierung verweigern Rund 2,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger aus nahezu allen Staaten der Welt haben eine Petition an das Europäische Parlament unterzeichnet und damit ihren Unwillen gegen ACTA ausgedrückt. Die Petition fordert die Europa-Abgeordneten auf, "zu einem offenen und freien Internet zu stehen und die Ratifizierung des Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) zu verweigern."

Gesellschaftsrecht und Rechtssicherheit Die Europäische Kommission hat eine eingehende Konsultation zur Zukunft des europäischen Gesellschaftsrechts eingeleitet. Europa braucht einen gesellschaftsrechtlichen Rahmen, der den aktuellen gesellschaftlichen Anforderungen und neuen Entwicklungen im wirtschaftlichen Umfeld gerecht wird. Das Gesellschaftsrecht der EU war für die Schaffung des Binnenmarkts von zentraler Bedeutung. Jetzt sollte jedoch überprüft werden, ob der bestehende Rechtsrahmen noch den aktuellen Erfordernissen entspricht. Die Kommission hat daher im Internet ein Konsultationspapier veröffentlicht, um Stellungnahmen aller beteiligten Akteure einzuholen. Die Frist für die Einreichung von Beiträgen endet am 14. Mai 2012.

Reform des Finanzsektors und Datenschutz Der Europäische Datenschutzbeauftragte (EDSB) hat ein Paket von vier Stellungnahmen zu Kommissionsvorschlägen zur Reform des Finanzsektors in der EU vorgelegt. Die vier Vorschläge betreffen allesamt die Überwachung von Finanzdaten, was erhebliche Auswirkungen auf das Grundrecht auf Datenschutz hat.

Steuer auf alle Währungstransaktionen Der Ausschuss der Regionen (AdR) drängt auf das rasche Inkrafttreten der EU-Richtlinie über das gemeinsame Finanztransaktionssteuersystem (FTS), ggf. im Zuge des Instruments der verstärkten Zusammenarbeit zumindest in der Eurozone.

Regieren in einem Mehrebenensystem Die aktuelle Krise Europas, die zugleich eine Finanzkrise und eine Vertrauenskrise in seine Institutionen ist, ist ein Grund mehr, das Regieren in einem Mehrebenensystem in den Mitgliedstaaten Realität werden zu lassen. Eine bessere Teilhabe der Regionen und Städte an der Erarbeitung, Durchführung und Bewertung von EU-Maßnahmen, die für sie bedeutsam sind, ist das Fundament für den Erfolg der Maßnahmen. Das erklärten die Mitglieder des Ausschusses der Regionen auf ihrer Plenartagung in Brüssel bei der einstimmigen Verabschiedung der Stellungnahme von Luc Van den Brande (BE/EVP), Präsident des Verbindungsbüros Flandern-Europa.

Druckbare Version

15-jährige Aufbewahrungsfrist ist übertrieben Sprachenpolitik bei öffentlichen Konsultationen