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Neue Anti-Piracy-Strategie setzt auf IT-Power


Erfolge im Kampf gegen Raubkopierer: Es werden keine IPs gesammelt, um Abmahnungen zu verschicken, sondern die illegalen Downloads der User gestört
Die deutsche Medienindustrie hat noch immer nicht bemerkt, dass sich die Verletzung des Urheberrechts nicht allein durch Abmahnungen bekämpfen lässt


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(28.05.08) - "Die Effizienz unserer Maßnahmen lässt sich für einige Klienten bereits jetzt schon nach so kurzer Zeit in gestiegenen Umsatzzahlen erkennen", lautet das Resümee von Markus Schweitzer, Geschäftsführer von Media Surveillance nach den ersten sechs Monaten seit Bestehen des Anti-Piracy-Unternehmens.

Schon im Februar 2007 konnten die ersten nachhaltigen Erfolge in den USA, Russland und Südamerika erzielt werden. Die Anzahl der Ermittler musste bereits auf über 30 erhöht werden, um die täglich steigende Anzahl von Links zu Oneclickhoster und illegalen Streams aufzuspüren und löschen zu lassen.

Zusätzlich verfügt Media Surveillance über eine IT-Infrastruktur in über 20 Rechenzentren weltweit, um auch gegen die illegale Verbreitung in P2P-Netzwerken vorzugehen. Hierbei werden keine IPs gesammelt, um Abmahnungen zu verschicken, sondern die illegalen Downloads der User gestört. Allein in den letzten fünf Monaten gelang es der Media Surveillance mit ihren Mitarbeitern, dem Markt mehr als 500.000 Links zu illegalen Inhalten zu entziehen.

Die deutsche Medienindustrie hat zu ihrem großen Nachteil noch immer nicht bemerkt, dass sich die Verletzung des Urheberrechts nicht allein durch IP sammeln und Abmahnungen bekämpfen lässt. Schaut man sich die Alexa.com-Statistiken an, lässt sich feststellen, dass ca. 6 Prozent der weltweiten Internetnutzer (ca. 75 Mio.) täglich, den größten Oneclick-Hoster Rapidshare.com besuchen, (Deutschland ist hierbei nur auf Rang 6 der Liste), im Vergleich dazu, besuchen den größten Torrenttracker Piratebay.org nur 0,00053%.

Dass es sich bei den vielen Besuchern nicht nur um den Download von legalen Dateien handeln kann, lassen die weit über 2000 deutschsprachigen Warez-Websites und Foren erahnen, welche jeweils mehr als 400 TB allein auf Oneclickhostern gehostet haben. Nicht eingerechnet dabei sind die vielen IRC-Channnel und die diversen Messenger, über die diese Links zusätzlich angeboten werden.

Zusätzlich bieten zahlreiche Anbieter den Zugang ins anonyme und unzensierte Usenet an, die zwei größten deutschen Anbieter Usenext und Firstload, welche Ihre Services bei Highwinds-Media outgesourced haben und fast ausschließlich urheberrechtlich geschützte Dateien hosten, müssen sich bei einer Netzwerkbandbreite von über 800 Gigabit/s keine Sorgen machen, wenn noch mehr P2P-Usern der Boden unter den Füßen zu heiß wird und ins Usenet strömen.

Vollzieht man allein die Veröffentlichung des Blockbusters "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" seit dem Kinostart nach, bemerkt man, dass der Film bereits in den ersten drei Tagen nach Kinostart in mehr als drei verschiedenen Versionen illegal veröffentlicht wurde. Die Verbreitung erfolgte über die Warezseiten innerhalb kürzester Zeit. Die Downloadanzahl des Release ging dabei in die Millionen, selbst auf einzelnen Streaming-Seiten haben bereits mehr als 100.000 User den Film als Stream direkt angeschaut. Die Industrie muss dem Treiben ohnmächtig zusehen, da sie nicht mit der gesamten Bandbreite der Möglichkeiten gegen diese Verbreitungswege vorgeht.

"Media Surveillance wurde 2007 gegründet, um gerade gegen diese Ohnmacht Lösungen anzubieten. Der Erfolg der letzten Monate zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Um die Zusammenarbeit mit unseren Klienten zu verbessern, planen wir in diesem Jahr einen Anti-Piracy-Workshop mit den Abteilungsleitern unserer Klienten im Oktober 2008 bei unserer Agency in Südamerika. In einem mehrtägigen Workshop werden die aktuellen Probleme dargestellt und erläutert, dabei deren Bekämpfung eingehend besprochen und bewertet. Darüber hinaus werden die Teilnehmer mit unseren Maßnahmen in der Piracy-Bekämpfung vertraut gemacht und geschult, sodass eine engere und effizientere Zusammenarbeit möglich wird", sagt Markus Schweitzer. (Media Surveillance: ra)

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