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Compliance: Integration mit System


Corporate Compliance: Integration mit System - ein Ratgeber für die Praxis
Je komplexer die Compliance-Anforderungen sind, desto umfangreicher werden entsprechenden Projekte und Prozesse


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Von Christof Menzies*

(15.12.06) - Der Sarbanes-Oxley Act, IFRS, Basel II und Solvency II, interne Standards und Ansprüche der Stakeholder legen die Messlatte für gute und transparente Unternehmensführung immer höher. Wer die Einhaltung der Anforderungen sicherstellt, profitiert durch die Erfüllung gesetzlicher Standards, regulatorischer Vorgaben oder weiterer wesentlicher Stakeholder-Anforderungen (Compliance). Christof Menzies, Partner bei PricewaterhouseCoopers (pwc), hat einen Ratgeber für die Praxis herausgegeben. Vorgestellt werden Maßnahmen für die Gestaltung von geeigneten Strukturen, Abläufen und einer Technologiebasis unter verschiedenen Zielsetzungen.

Umfassende Praxisberichte namhafter deutscher und internationaler Großunternehmen zeigen, wie den Anforderungen von Section 404 des Sarbanes-Oxley Act im ersten Pflichtjahr sowie in den Folgejahren begegnet wird, welchen hohen Stellenwert eine freiwillige Erfüllung von Compliance-Anforderungen einnimmt und in welcher Ausprägung erste Integrationsbestrebungen umgesetzt werden.

Synergien nutzen
Je komplexer die Compliance-Anforderungen sind, desto umfangreicher und somit auch aufwändiger werden die entsprechenden Projekte und Prozesse in den Unternehmen. Die Erfüllung und die nachhaltige Einhaltung neuer Anforderungen, die sich auch aus der regulären Geschäftstätigkeit ergeben können, bilden dabei eine wesentliche Voraussetzung für ein dauerhaftes erfolgreiches Bestehen der Unternehmen auf den internationalen Märkten, so Christof Menzies. Das erstmalige Erreichen der Compliance mit einem neuen Regelwerk wird häufig über ein eigens dafür aufgesetztes Projekt realisiert. Im Projekt werden die Anforderungen analysiert und deren Einhaltung über konkrete Aktivitäten innerhalb der Geschäftsprozesse umgesetzt. Werden die Projekte isoliert voneinander ausgeführt, besteht gerade bei einer Vielzahl von Anforderungen die Gefahr, die Komplexität im Unternehmen zu erhöhen und Synergien ungenutzt zu lassen.

Compliance als strategisches Instrument ausbauen
In Zukunft wird es deshalb noch wichtiger sein, Compliance langfristig ganzheitlich in das Unternehmen und damit in die Strukturen und Abläufe zu integrieren und zu einem strategischen Instrument der Unternehmensführung auszubauen.


Wie in der Abbildung dargestellt, kann es einerseits notwendig sein, eine einzelne Compliance-Initiative vom Projekt in den Regelbetrieb zu überführen und das so entstehende Compliance-Programm weiter zu verbessern. Darüber hinaus ergeben sich aus einem Compliance-Projekt als Folge einer erhöhten Transparenz in der Regel weitere Optimierungsmöglichkeiten, die nicht nur die Sicherstellung von Compliance, sondern auch den operativen Geschäftsbetrieb betreffen.

So können durch Transformation und Optimierung die Organisationsstrukturen, Prozesse, Kontrollen und IT-Systeme verbessert werden.

Die Ergebnisse sind:
>> steigende Effektivität und Effizienz von Compliance durch Verbesserung von Compliance-Prozessen und -Strukturen
stärkere Einbettung der verschiedenen Compliance-Aktivitäten in das Tagesgeschäft zur Sicherstellung von nachhaltiger Compliance
>> nachhaltige Senkung der Compliance-Kosten durch Standardisierung und Automatisierung von Prozessschritten und Kontrollaktivitäten
>> Optimierung des Prozessdesigns und der Kontrollaktivitäten
>> Verringerung der Komplexität von organisatorischen Strukturen
(pwc. ra)
*Christof Menzies ist Partner im Bereich Advisory, Performance Improvement


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