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Anstieg von notleidenden Immobilienkrediten


Abwicklung notleidender Kredite:
Risikotransfer mit Treuhandmodell für Kreditinstitute
Im Gegensatz dazu das Risiko der NPL-Verkäufe: Schuldner, die sich von ihrer Bank "verkauft" fühlen, könnten als negative Multiplikatoren das Kundengeschäft bremsen

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(18.11.10) - Die steigende Anzahl notleidender Immobilienkredite setzt Banken und Sparkassen unter Handlungsdruck. Gerade kleinere Kreditinstitute möchten aber in Hinblick auf ihr Image leistungsgestörte Kredite oft nicht verkaufen. Die immofori AG hat jetzt ein neues Modell des Risikotransfers entwickelt, womit die Reputation gewahrt bleiben soll, während sich gleichzeitig die Bilanzkennziffern verbessern.

Nicht zuletzt aufgrund der vielzitierten Finanzkrise ist in den kommenden Jahren mit einem Anstieg von notleidenden Immobilienkrediten, also Non Performing Loans (NPL), zu rechnen. Für viele Kreditinstitute stellt sich bereits jetzt die Frage, wie sie mit dieser Situation umgehen wollen. Denn die Abwicklung notleidender Kredite gehört nicht zum Kerngeschäft der Banken. Als Lösung haben sich Forderungsverkäufe durchgesetzt.

Doch neben den unbestreitbaren Vorteilen – wie der Bilanzverbesserung, der regulatorischen Eigenkapitalentlastung, der Zuführung von erfolgswirksamer Liquidität und der Verbesserung des eigenen Ratings – stehen NPL-Verkäufe in dem Ruf, die Reputation des Verkäufers zu gefährden.

Dies schreckt vor allem kleinere und regional arbeitende Kreditinstitute ab: Schuldner, die sich von ihrer Bank "verkauft" fühlen, könnten als negative Multiplikatoren das Kundengeschäft bremsen. Die Hamburger immofori AG hat deshalb ein neues Angebot zum Risikotransfer entwickelt. Dabei handelt es sich um ein Treuhandmodell, bei dem die Forderungen faktisch in der Hand des Kreditinstituts verbleiben. Es wird nur das Risiko verkauft.

Bisher war es so, dass mit dem Verkauf die Forderungen vollständig in den Besitz des externen Investors übergingen. Dieser war dann frei in der Wahl seiner Vorgehensweise. Der Schlüssel zum "Easy Trustee"-Modell der immofori liegt in einer Vereinbarung, mit der das Kreditinstitut das Verwertungsrisiko auf einen Risiko-Aufkäufer, also den Investor, überträgt und ihm gleichzeitig zukünftige Zahlungsströme aus den betreffenden Engagements verpfändet. Sofort nach Unterzeichnung dieser Vereinbarung erhält das Kreditinstitut vom Investor den aktuellen Gegenwert der Forderungen.

Es verfügt also schnell über mehr Liquidität, es kann die Risikovorsorge, die für das Engagement gebildet werden musste, auflösen und die regulatorische Eigenkapitalentlastung wird sofort wirksam. Dennoch findet keine Forderungsabtretung im klassischen Sinne statt.

Das Kreditinstitut bleibt weiterhin rechtlicher Eigentümer der Forderungen. Bei den zugrunde liegenden Vereinbarungen handelt es sich um rein deutsche Verträge, die von namhaften Juristen entwickelt wurden. Die Abwicklung der notleidenden Engagements übernimmt die immofori AG. Dabei läuft die Kommunikation mit dem Kreditnehmer trotzdem weiterhin im Namen der Bank, sodass die Reputation gewahrt bleibt.

"Wir beobachten, dass nach einer Phase der Verunsicherung jetzt verstärkt wieder Investoren am Markt sind, die gern in NPL-Portfolien investieren wollen", schätzt Kai Sudmann, Vorstand der immofori AG, die Nachfrage ein. "Mit unserem Treuhandmodell haben wir ein Instrument in der Hand, mit dem die Banken trotz Risikotransfer ihr Image wahren können. So können wir auf dieser Seite Berührungsängste abbauen." (immofori: ra)

immofori: Kontakt und Steckbrief

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